FORMEL 1

Lachnummer Lando

von Redaktion

Norris: Vom WM-Kandidaten zum Sorgenkind

Steht unter Druck: Lando Norris. © Imago

München – Nach der teaminternen Kollision in Montreal ist jetzt endgültig: McLarens-Titelherausforderer Lando Norris (25) ist vom potentialen WM-Kandidaten zum Sorgenkind geworden. Dabei hatte der Brite noch Glück im Unglück: Durch den Crash mit seinem Teamkollegen Oscar Piastri (24), der im Gegensatz zu Norris das Rennen als Vierter beenden konnte, verlor er nur zwölf Punkte im Titelkampf mit dem Australier. Hätte Piastri gewonnen, wären 25 Zähler weggewesen. Heißt: Der Rückstand von Norris beträgt vor dem GP von Österreich nächste Woche, dem zehnten von 24 Rennen, nur 22 Punkte.

Fest steht: Die Zahlen geben nicht die Probleme wieder, die Norris in Zukunft haben könnte. Norris entschuldigte sich zwar noch im Auto beim Team, nahm den Fehler auf sich. Teamchef Andrea Stella war später sichtbar wütend, gab auch Norris die Schuld. Ex-Formel-1-Fahrer Ralf Schumacher (49) auch deshalb zu unserer Zeitung: „McLaren muss sich jetzt langsam überlegen, ob sie sich nicht auf Piastri festlegen müssen, um weitere teaminterne Kämpfe zu vermeiden. Denn das Rennen in Montreal hat gezeigt: Die Dominanz, die sie noch am Anfang der Saison hatten, ist nicht mehr vorhanden. In Kanada waren George Russell und Mercedes das bessere Paket und besonders Max Verstappen ist immer in der Lage, Rennen zu gewinnen, wenn sein Red Bull einigermaßen funktioniert. Da kann am Ende jeder Punkt entscheiden.“

Ex-Formel-1-Fahrer Marc Surer (73) sieht die Probleme von Norris zusehend auch im sportlichen Bereich: „Es ist auffällig, dass Piastri in dieser Saison öfters schneller ist als Norris. Es sieht so aus, als ob der Australier besser mit dem diesjährigen Auto klarkommt, sich leichter tut, am Limit damit zu fahren.“RALF BACH

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