DFB-FRAUEN

Ihr Job: Stürmer „verhaften“

von Redaktion

Auf Ex-Polizistin Janina Minge ist Verlass

Vielseitige Abwehrexpertin: Janina Minge. © epa

Herzogenaurach – Der Job als Polizistin muss warten, für Ordnung sorgt Janina Minge (26) derzeit nur auf dem Fußballplatz. Als feste Größe in der deutschen Abwehr und in ihrer Rolle als Vize-Kapitänin geht die Nationalspielerin mit einer neuen Art der Vorfreude in die anstehende EM.

„Man weiß, dass das Vertrauen ganz, ganz groß ist, dass auf einen gesetzt wird“, sagte die Wolfsburgerin nach den ersten Tagen der EURO-Vorbereitung in Herzogenaurach: „Das ist natürlich ein sehr schönes Gefühl.“ In den vergangenen Sommern war das noch anders.

Bei der WM 2023 in Australien flog sie als Backup ohne Einsatz nach dem ersten Gruppenspiel heim. Und vor einem Jahr rückte Minge erst durch den Kreuzbandriss von Mittelfeld-Star Lena Oberdorf in das Olympia-Aufgebot von Horst Hrubesch nach, das in Frankreich Bronze gewann. Seither hat sie sich festgespielt – auch dank ihrer größten Stärke.

„Die Vielseitigkeit, auch die verschiedenen Positionen, die sie abdecken kann, sprechen für sich, sie ist einfach eine gute Fußballerin“, beschrieb Co-Trainerin Maren Meinert Minges Qualitäten vor allem im Abwehrzentrum und im defensiven Mittelfeld.

Dass sie mehrere Jobs drauf hat, bewies Minge schon mit ihrer parallelen Ausbildung zur Polizistin während ihrer Zeit beim SC Freiburg. Da ging sie neben dem Fußball auch auf Streife – und holte 2022 den EM-Titel mit dem Polizei-Nationalteam. Ein gutes Omen?SID

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