Aus Ulm in die NBA

von Redaktion

Essengue und Saraf früh ausgewählt – Verein stichelt weiter gegen die BBL

Noa Essengue (r.) posiert mit NBA-Commissioner Adam Silver. © Hunger/dpa

New York – Die Ulmer Basketballer Noa Essengue (18) und Ben Saraf (19) werden zukünftig in der NBA spielen. Der Franzose Essengue wurde beim Draft in New York City von den Chicago Bulls, dem Ex-Club von Legende Michael Jordan, an zwölfter Stelle ausgewählt. Für Israeli Saraf geht es zu den Brooklyn Nets, die sich an 26. Stelle für ihn entschieden. Mit der Auswahl in der ersten Runde sind garantierte Verträge in der besten Basketball-Liga der Welt verbunden.

Essengue war persönlich beim Draft vor Ort und fehlte deswegen seinem aktuellen Club ratiopharm Ulm nach dem vierten Spiel auch in der entscheidenden fünften Partie der Final-Serie um die deutsche Meisterschaft gegen den FC Bayern München. Er war der zweitjüngste Spieler im Draft. Saraf hatte sich gegen die Reise nach New York entschieden und stand den Ulmern auch im Showdown am gestrigen Abend (zum Druck dieser Auflage noch nicht beendet) zur Verfügung. In Deutschland hatte es großen Streit um die mögliche Abreise der beiden Profis gegeben. Ulm hatte um eine Anpassung des Terminplans der Finalserie gebeten, was die BBL ablehnte.

Ulms Geschäftsführer Thomas Stoll sah die Auswahl der Talente schon vor dem Draft als großen Erfolg an: „Diese Entwicklung spricht für die großartige Arbeit, die unsere Trainer in der Ausbildung junger Talente leisten. Gerade in der heutigen Zeit wird es immer schwerer, Toptalente für den Weg über Europa in die NBA zu überzeugen. Deshalb ist es umso unverständlicher, dass eine Liga diesen Weg nicht unterstützt.“

Den Top-Pick hatten die Dallas Mavericks: Und die Texaner entschieden sich wenig überraschend für Teenie-Star Cooper Flagg (Duke University). Sehr zur Freude von Club-Legende Dirk Nowitzki, der den 18-Jährigen mit einer Video-Botschaft begrüßte. Er ist der zweitjüngste Spieler der Geschichte, der an erster Stelle gewählt wurde. Nur LeBron James war acht Tage jünger, als er 2003 von Cleveland gezogen wurde.DPA

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