Beim Gedanken an die Szene kam auch Manuel Neuer ins Schwärmen. „Das ist ein Reflex“, sagte der Keeper stolz über seine Monsterparade gegen Flamengo Rio de Janeiro.. Neuer parierte in der 15- Minute mit einem überragenden Reflex und boxte den Ball anschließend sogar noch mit der linken Faust weg. Teamkollege Joshua Kimmich bejubelte die Szene mit geballten Fäusten und weit aufgerissenem Mund, es war bislang wohl die beste Abwehraktion des Turniers. „Das sind Situationen, wo man impliziertes Wissen hat. Das sind Abläufe, die man trainiert hat, die dann irgendwann aus der Nahdistanz auch einmal funktionieren“, sagte Neuer, der rechtzeitig zur heißen Phase der Club-WM in Topform ist – und sogar an den Neuer von 2014 erinnert.
Daher zeigte sich auch Max Eberl nach der Partie zufrieden. „Es hat durchaus Sinn gemacht, mit Manuel zu verlängern“, sagte der Sportvorstand über die Entscheidung, Neuer einen neuen – und mutmaßlich letzten – Vertrag bis 2026 zu geben. Die Entscheidung sorgte im Frühjahr für Diskussionen, schließlich waren die Leistungen in den Monaten zuvor durchaus wechselhaft. Jetzt soll Neuer aber zum Schlüssel gegen die starke Offensive der Pariser werden. „Wir haben einen Welttorhüter im Kasten. Er gibt unserer ganzen Abwehr Ruhe“; sagte Eberl mit Blick auf das Viertelfinale am Samstag (18 Uhr). VT