HEINRICH HEUTE

Eberls Flügel-Problem

von Redaktion

Max Eberl sucht seit Monaten nach Verstärkung für die Flügel. Ein befreundeter Musiker, ein Pianist aus Brindisi, hat uns jetzt erklärt, warum sich das so lange hinzieht. „Weißt Du“, hat Umberto gesagt, „die Bayern sind wie ein Symphonieorchester. Da ist es irrsinnig schwer, den richtigen Flügel zu finden“. Da hat er recht. In der Allianz Arena läuft große Oper, und keine Zweitklassik. Und die Musi darf auch ohne Musiala nicht verstummen. Deshalb hat es Flügel-Beschaffer Eberl so schwer. Soll’s ein eleganter Bösendorfer 290 Imperial sein, der aber noch schneller verstimmt ist als King Coman? Oder ein italienisch-verspielter Fazioli F278? Oder ein solider deutscher Bechstein B212 – quasi der Woltemade unter den Flügeln? Und dann ruft auch noch Altmaestro Herbert von Hoeneß bei jedem schiefen Ton aus der Loge: „So hab ich das aber nicht komponiert!“

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