Farbenwechsel: Jessup spielt künftig in Rot. © Strobel/dpa
München – Es ist noch nicht lange her, da versetzte Justinian Jessup den SAP Garden in Schockstarre. Spiel drei der Finalserie gegen die Basketballer des FC Bayern entschied der US-Amerikaner mit seinen Dreiern in der Schlussphase zu Ulmer Gunsten.
Nun wechselt Jessup die Seiten. Der 27-Jährige heuert bei den Münchnern an – Neuzugang Nummer zwei beim Meister nach Center Wenyen Gabriel. Und es wird interessant sein zu sehen, wie sich Jessup in der Euroleague bewährt. Bislang kennt der Linkshänder nur den zweitklassigen Eurocup aus seinen Ulmer Tagen. Dort schlug er sich allerdings so gut, dass Trainer Ty Harrelson seine Weiterverpflichtung vor der abgelaufenen Spielzeit zur ersten Priorität erklärte. 13 Punkte sammelte der vielseitige Guard durchschnittlich an, bei einer Dreierquote von über 40 Prozent. Qualitäten, die besonders interessant werden könnten, wenn Topscorer Carsen Edwards die Bayern vielleicht doch verlässt.
Wobei Jessup bei Bedarf übrigens auch als Spielmacher eingesetzt werden kann. Die Kreativposition ist wegen des bevorstehenden Abgangs von Nick Weiler-Babb auch eine der Baustellen dieses Sommers. Hier wird den Bayern ein heftiger Flirt mit Rokas Jokubaitis (Maccabi Tel Aviv) nachgesagt.
Jessup selbst sieht sich nach drei Jahren in Europa – vor Ulm war er in der spanischen Topliga in Saragossa aktiv – bereit für die höchste Bühne, hat aber vor allem einen Wunsch: „Ich würde gerne das letzte Finalspiel gewinnen. Die Bayern hätten sicher nichts dagegen. RP