Die neue Rolle der Außenverteidiger

von Redaktion

Taktik-Experte erklärt drei Trends der WM – Kane setzt neuen Stürmer-Maßstab

Chelseas Cucurella (re.) steht sinnbildlich für den neuen Außenverteidiger-Trend. © Radin/Imago

Die Club-WM geht am Sonntag zu Ende. Vorher erklärt Sebastian Friedl vom Internationalen Fußball-Institut (IFI) unserer Zeitung die Trends des Mammut-Turniers.

PSG setzt Maßstäbe: „PSG dominiert den europäischen Fußball seit Anfang des Jahres. Hervorzuheben ist das Herzstück ihres 4-3-3-Systems: das Mittelfeld-Trio aus Joao Neves, Vitinha und Fabian, die sich in ihren Fähigkeiten perfekt ergänzen. Vitinha verkörpert hierbei den modernen Spielmacher, der mit seinem Blick für freie Räume die temporeiche Offensive um Desiré Doué und Ousmane Dembele in Szene setzt oder selbst dynamisch in diese Räume vorstößt. Joao Neves fungiert als Stabilisator, der die Balance hält und bei Ballverlusten Räume schließt. Der Spanier Fabian komplettiert mit seiner Übersicht als Stratege und Verbindungsspieler die Formation.“

Außenverteidiger überladen: „Gerade in der Phase des kontrollierten Spielaufbaus verlassen viele Außenverteidiger ihre angestammte Position der Viererkette und überladen entweder das Mittelfeldzentrum oder den offensiven Halbraum ihrer Seite.

Sehr gut zu erkennen ist dies beispielsweise bei Nuno Mendes (Paris) oder Marc Cucurella (FC Chelsea), die in Räume eindringen, die herkömmlich eher von einem offensiven Mittelfeldspieler bekleidet werden. Ich bin gespannt, ob sich dieses Verhalten in Zukunft auch bei einigen Teams in der neuen Bundesliga-Saison feststellen lässt.“

„Leader“ Kane: „HarryKane nimmt neben seiner Abschlussqualität auch im Teamgefüge eine immer wichtigere Rolle im Kombinationsspiel der Bayern ein. Zudem verkörpert er mit seiner nahezu unermüdlichen Arbeit gegen den Ball eine wichtige Leitfunktion für die Intensität des Defensivverbundes Auch Jürgen Klinsmann, Mitglied der Technical Study Group der FIFA, untersich Kanes Klasse.“ PK

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