Auf Wiedersehen in 2026: FIFA-Boss Infantino. © IMAGO
Jetzt auch Fußballfan? US-Präsident Trump. © Imago
Showtime: Wie in den USA bei Sportevents üblich, wird das Finale der Club-WM auf XXL-Größe aufgeblasen – selbst am Times Square hängt Werbung für das Spektakel. © dpa / Sven Hoppe
East Rutherford – Bis kurz vor dem großen Finale ist die mit 24 Karat Gold beschichtete Siegertrophäe für den ersten Fußball-Club-Weltmeister im neuen Mega-Format noch für jedermann im Herzen von New York ausgestellt. Aber natürlich nicht irgendwo in Manhattan, sondern im Trump Tower. Es ist quasi das finale Zeichen der engen Verbindung zwischen FIFA-Präsident Gianni Infantino (55) und US-Präsident Donald Trump (79).
PSG einen Schritt von Geschichte entfernt
Und Trump wird am Sonntag (21.00 Uhr/Sat.1 und DAZN) der prominenteste von 80 000 Zuschauer im MetLife Stadium sein, wenn Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain seinen Supersommer gegen den FC Chelsea wie allseits erwartet mit dem Gewinn der ersten Vereins-WM in der XXL-Ausführung krönen kann. „Wir sind einen Schritt davon entfernt, etwas Geschichtsträchtiges zu schaffen für Paris“, sagte Luis Enrique. Der Trainer ist der Baumeister eines neuen, mitreißenden PSG-Ensembles. Einer Mannschaft, die lustvoll und als Einheit auf dem Fußballplatz harmoniert.
Trump: „Ich werde zum Spiel kommen“
PSG hat auf den letzten zwei Etappen seines Weges in den USA erst den FC Bayern mit 2:0 niedergerungen und danach im Halbfinale Real Madrid beim 4:0 überrollt. Und Enrique will weiter „Silberware gewinnen“, sprich Trophäen – und „eine gute Show bieten“, wie er sagte.
Teil der Final-Show wird auch der mächtigste Mann der Welt sein. „Ich werde zum Spiel hingehen“, hatte Trump in dieser Woche angekündigt. Es ist sein nächster Besuch eines großen Sportereignisses. Anfang des Jahres war er – als erster US-Präsident überhaupt – beim Super Bowl in New Orleans. Die Philadelphia Eagles gewannen den Football-Titel gegen die Kansas City Chiefs.
Trumps Erscheinen verleiht Infantinos neuem Lieblingsprojekt, der auf 32 Teilnehmer und 63 Spiele aufgeblasenen WM, bei der ein Preisgeld von einer Milliarde US-Dollar ausgeschüttet wird, das vom FIFA-Boss erhoffte Upgrade.
Robbie Williams und drei weitere Stars
Popstar Robbie Williams, Fußballfan und Musikbotschafter der FIFA, wird vor dem Anpfiff die WM-Hymne „Desire“ (Wunsch) singen. Schon beim Eröffnungsspiel am 14. Juni in Miami trat der 51-Jährige auf.
Wie bei allen großen Sportevents in den USA gibt es auch eine pompöse Halbzeit-Show mit drei Musik-Stars. Der Latin-Pop-Sänger J Balvin, die Rapperin Doja Cat und die Afropop-Interpretin Tems treten auf. Für Infantino ist das „ein historischer Moment“.
Der FIFA-Chef umgarnt den US-Präsidenten, wo er nur kann. Die engen Bande, die er knüpft, sollen dienlich sein für die erste WM mit 48 Nationalteams, die 2026 in Kanada, Mexiko und hauptsächlich in den USA stattfinden wird.
Infantino mit Büro im Trump Tower
„Wir haben Fans aus der ganzen Welt, sprich 168 Ländern hierher gebracht“, sagte Infantino. 2,5 Millionen Zuschauer kamen bei der Club-WM in die Stadien. Und die FIFA hat jetzt auch ein Büro im Trump Tower. „Die FIFA ist eine globale Organisation. Und um global zu sein, musst du auch lokal sein. Du musst überall sein. Und wir müssen darum in New York präsent sein“, erklärte Infantino. Präsent als Mieter bei Trump.DPA