Florian Wellbrock. © Kappeler/dpa
Singapur – Auf die Hitze von Singapur haben sich Florian Wellbrock und Co. vorbereitet. Im Höhentrainingslager vor der WM strampelte das deutsche Freiwasserteam in der Hitzekammer bei 39 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit auf dem Fahrrad. „Das ist schon sehr grenzwertig und auch sehr gefährlich“, sagte Bundestrainer Bernd Berkhahn vor den Rennen im mehr als 30 Grad warmen Wasser vor der Insel Sentosa nahe des Äquators.
Knapp unter der vom Weltverband vorgegebenen Höchstgrenze von 31 Grad blieb das Thermometer, als die deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer am Morgen im Meer trainierten. Kühler wird es nicht sein, wenn am Dienstag (2.00 Uhr MESZ) Lea Boy und Jeannette Spiwoks am Palawan Beach beim ersten WM-Rennen über zehn Kilometer an den Start gehen. Für Wellbrock, der sich nach der Olympia-Pleite zurückmelden will, wird es am Mittwoch (2.00) an der Seite des Silbermedaillengewinners Oliver Klemet ernst.
Der 27-Jährige legte nach den Sommerspielen von Paris, bei denen er die angepeilten Medaillen deutlich verpasst hatte, eine lange Pause ein und arbeitete die große Enttäuschung auf. „Ich war fast zwei Monate aus dem Training raus. Ich habe die Zeit für mich persönlich wirklich gebraucht und genossen, mal irgendwie normal leben zu können“, sagte Wellbrock, er habe „den Tag so passieren lassen, ohne irgendwelche festen Termine“.
Während Wellbrock und Klemet das volle Programm mit allen vier Freiwasserrennen durchziehen, bevor es danach im Becken weitergeht, gibt Isabel Gose ihr WM-Debüt im Meer erst am Samstag (2.00) im neuen Knock-out-Sprint. Der neue Wettbewerb, bei dem nacheinander über 1500, 1000 und 500 m geschwommen wird und nach jeder Runde die Hälfte der Teilnehmer ausscheidet, soll „Open water“ telegener machen. „Es ist ein gutes Format fürs Fernsehen“, meinte Berkhahn.SID