Pau – Beim letzten Pyrenäen-Spektakel der diesjährigen Tour de France wartet ein lange nicht genutzter Zielort auf die Radprofis. Nach 36 Jahren kehrt die knifflige Bergankunft in Luchon-Superbagnères auf der 14. Etappe zurück. Aus logistischen Gründen war der Zielort lange nicht dabei.
Die Rennfahrer um den deutschen Jungstar Florian Lipowitz müssen 4950 Höhenmeter auf einer Distanz von 182,6 Kilometern zwischen Pau und dem Skigebiet bewältigen – es ist die bislang größte Herausforderung der Frankreich-Rundfahrt. Nur die Königsetappe am kommenden Donnerstag nach Courchevel in den Alpen hat mehr. Schon der erste Anstieg auf den legendären Col du Tourmalet hat das Potenzial zur Kletter-Show zu werden. Der Tour-Klassiker mit einer durchschnittlichen Steigung von 7,4 Prozent auf 19 Kilometern ist in der höchsten Kategorie eingeordnet. Wer als erstes den Tourmalet erklimmt, sackt nicht nur 20 Punkte für die Bergwertung ein, sondern nimmt auch noch die Sonderwertung Souvenir Jacques Goddet mit. Noch nie hat ein Fahrer diese Sonderwertung und die Gesamtwertung bei der Tour de France gewonnen. Auch die Bergankunft in Luchon-Superbagnères der 14. Etappe gehört der höchsten Kategorie an.
Am Sonntag haben auf dem Weg nach Carcassone wieder Ausreißer eine realistische Chance auf einen Etappensieg. Der Anstieg am Col de Fontbruno, rund 40 Kilometer vor dem Ziel, könnte den sprintstarken Fahrern zu schwer sein.AVO, DPA