Sein Element war die Luft: Felix Baumgartner über der Adria nur wenige Tage vor seinem tödlichen Unfall. © Facebook
Porto Sant‘Elpidio – Mit seinem unglaublichen Sprung aus fast 39 Kilometern Höhe wurde Felix Baumgartner weltberühmt. Er war süchtig nach der Höhe und dem Fliegen, als kleiner Junge kletterte der Salzburger auf Bäume, „um die Welt von oben zu sehen“. Mit 16 der erste Fallschirmsprung, als Basejumper brach er später Rekorde im Namen und mit dem Logo des Energy-Drink-Herstellers Red Bull. Er sprang vom Christus-Denkmal in Rio de Janeiro, überquerte den Ärmelkanal im Gleitflug. Beim Fliegen ereilte „Fearless Felix“ nun auch der Tod. Am Donnerstag verlor der 56-Jährige beim Paragliding im Italien-Urlaub die Kontrolle über sein mit einem Motor ausgerüstetes Gleitsegel, im Ort Porto Sant‘Elpidio an der Adriaküste stürzte er in den Pool einer Ferienanlage. Eine Hotelmitarbeiterin wurde offenbar von einem Trümmerteil verletzt, im Pool weilende Gäste hatten Glück.
Berichten zufolge verlor Baumgartner bereits in der Luft das Bewusstsein, Reanimationsversuche blieben erfolglos, eine Obduktion soll nun Aufschluss geben. Vor dem Unglück hatte Baumgartner noch gepostet, dass es eigentlich „zu windig“ sei.
Mit dem höchsten Absprung, dem längsten freien Fall und einer Höchstgeschwindigkeit von 1357,6 Stundenkilometern stellte er mehrere Rekorde auf. Der Höhepunkt markierte zugleich den Schlusspunkt seiner Karriere als Extremsportler.
Das Interesse an Baumgartner kühlte ab. Er pendelte zwischen den USA und der Schweiz, seine letzten Jahre waren geprägt von Ärger mit den Behörden und fragwürdigen Aussagen, die einen Blick hinter die Fassade gewährten. Aus seiner Sympathie für die rechtspopulistische FPÖ machte Baumgartner nie einen Hehl. Österreich brauche eine „gemäßigte Diktatur“, sagte er einmal.
2016 sagte Baumgartner, der für seinen einwanderungsfeindlichen Kurs bekannte ungarische Machthaber Viktor Orban verdiene den Friedensnobelpreis. Auch äußerte er sich frauenverachtend und homophob, den Kampf gegen den Klimawandel tat er als unnötig ab, kritisch stand Baumgartner auch den Corona-Maßnahmen gegenüber.Wenig verwunderlich, dass er auch mit Kabarettistin Monika Gruber gut befreundet war. Gruber postete ihr Beileid samt gemeinsamem Foto bei Instagram, genau wie Ex-Model Gitta Saxx.