Mutter und Super-Heldin

von Redaktion

Iris Schmidbauer bestreitet erste Klippen-WM als Mama

Immer dabei: Tochter Leilani. © Privat

Flug vom Turm in Singapur. © Kleindl/dpa

Singapur – In schwindelerregender Höhe, 20 Meter über dem Wasser, muss Iris Schmidbauer bis heute jedes Mal auch ein bisschen die Angst überwinden. Doch unten angekommen, gebe einem der Blick zurück „das Gefühl von einem Super-Helden“ – genau das muss die junge Mutter derzeit auch abseits des Sportlichen sein.

Wenn Schmidbauer derzeit bei den Weltmeisterschaften in Singapur als einzige deutsche Teilnehmerin im „High Diving“ an den Start geht, muss die 30-Jährige einiges unter einen Hut bekommen. Denn bei der Rückkehr auf die große Bühne ist auch ihre knapp elf Monate alte Tochter Leilani dabei. „Die Nächte waren ein bisschen kurz“, erzählte Schmidbauer. Vor allem, weil ihre Tochter in den letzten Tagen Fieber hatte. „Ihr geht es schon besser“, sagte die Europameisterin von 2022, „aber sie ist gerade einfach nicht so fit“.

Im April gab Schmidbauer nur wenige Monate nach der Geburt ihr Comeback bei der World Series auf den Philippinen, Tochter Leilani reiste natürlich mit. So ist das nun auch bei der WM. Während des Trainings oder der Wettkämpfe kümmert sich eine Babysitterin um ihre Tochter. Generell sei „einiges zu wuppen, aber irgendwie kriege ich das hin“, sagte Schmidbauer.

Bei der WM ist die Dresdnerin dank einer Wildcard dabei, die erforderlichen Wettkämpfe hatte sie wegen der Schwangerschaft nicht machen können. Die Erwartungen sind niedrig. „Es ins Finale zu schaffen, wäre schon toll“, sagte Schmidbauer, die nach dem ersten Wettkampftag und zwei Sprüngen auf Platz 13 liegt.

Was danach kommt, ist offen. Irgendwann wieder in Vollzeit arbeiten, um die Kosten zu decken, Kinderbetreuung und Training – „das wird eng“, sagte Schmidbauer und ergänzt lächelnd: „Ich hoffe, ich finde einen Weg. Aber ich bin mir eigentlich sicher, irgendwie schaffe ich es immer.“SID

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