Frust beim Trainingsauftakt

von Redaktion

Dortmund will Veränderungen im Kader – Der Transfermarkt bereitet viele Schwierigkeiten

Sportdirektor Sebastian Kehl (li.) und Geschäftsführer Lars Ricken sind weiter auf Spielersuche. © IMAGO/Ewert

Dortmund – Wer Kommentare bei Social Media als Gradmesser für die Stimmung nutzen will, der wird bei Borussia Dortmund eine gewisse Unzufriedenheit unter den Fans feststellen. Der Tenor: Der Kader soll weiter verstärkt werden – doch wenn Trainer Niko Kovac am Montag in Brackel zum Auftakt der Sommervorbereitung bittet, werden keine Neuen auf dem Platz stehen.

Natürlich arbeiten Sportdirektor Sebastian Kehl und Sport-Geschäftsführer Lars Ricken an Transfers. „Wir wollen etwas tun und die Mannschaft besser machen als im vergangenen Jahr“, hatte Kehl nach dem Aus bei der Club-WM gesagt. Bedarf hat der BVB nach den Abgängen von Donyell Malen (bereits im Winter zu Aston Villa) und Jamie Gittens (FC Chelsea) vor allem auf den Außenpositionen sowie im Sturm. Dort ist Serhou Guirassy gesetzt, einen adäquaten Ersatz gibt es nicht. Sebastien Haller, mit bis zu zehn Millionen Euro Gehalt einer der Topverdiener, ist nach seiner Leihe zurück, soll aber möglichst zeitnah gehen, um Spielraum zu schaffen.

Doch Dortmund ist nicht der einzige Spitzenclub auf der Suche nach Verstärkungen. Der Markt ist begrenzt. Die ganz großen Fische gehen zu den ganz großen Clubs. Bei Jobe Bellingham war das Werben jedoch erfolgreich, der jüngere Bruder des früheren Dortmunders und heutigen Real-Madrid-Stars Jude Bellingham entschied sich für den BVB.

20 Millionen für Brasilianer Couto

Der zunächst ausgeliehen und nun verpflichtete Außenverteidiger Daniel Svensson war angesichts einer Ablösesumme von 6,5 Millionen Euro ein Schnäppchen – was man über Yan Couto nicht sagen kann. Trotz mäßiger Leistungen wurden für den Brasilianer 20 Millionen aufgrund einer Kaufpflicht fällig. Als Standort ist der BVB mit seinem Stadion und der großen Historie weiterhin attraktiv. Auch der eindrucksvolle Schlussspurt in der Vorsaison, der noch in die Champions League geführt hat, war immens wichtig.

Sein Handy, berichtete Kehl, werde sein ständiger Begleiter während des kurzen Sommerurlaubs. Jetzt erwarten die Fans Ergebnisse, vom 4. bis 9. August absolviert Kovacs Team sein Trainingslager in Saalfelden/Österreich – und bis zum Ligastart am 23. August beim FC St. Pauli sind es nur noch vier Wochen.SID

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