Tornado stürmt Riem

von Redaktion

„Fantastisches Rennen“: Dreijährige gewinnt den Großen Dallmayr-Preis

Tornado Alert mit Jockey Oisin Murphy. © IMAGO/Sorge

München – Es hatte eine innere Logik, dass Tornado Alert gestern den Großen Dallmayr-Preis auf der Riemer Galopprennbahn für sich entschied – handelt es sich bei dem Dreijährigen doch um ein Mitglied der „blauen Flotte“ aus dem Besitz des Godolphin-Imperiums.

Blaue Flotte eigentlich wegen des leuchtend blauen Renndresses, doch nach einem heftigen Regen unmittelbar vor dem Gruppe I-Rennen war die Frage aller Fragen, wie die zehn Starter in dem hochklassigen Saison-Highlight mit dem vielen Wasser auf der Bahn zurechtkommen würden. Tornado Alert offenbar am besten – denn mit zweieinhalb Längen Vorsprung verwies der Hengst leicht den hohen Favoriten Map Of Stars auf den zweiten Platz.

Sicher sei das „fantastische Rennen“ nicht gewesen, betonten Jockey Oisin Murphy, Trainer Saeed Bin Suroor und Godolphin-Manager Hugh Anderson unisono, nachdem Tornado Alert zuletzt im britischen Ascot auf einem deutlich festeren Untergrund Zweiter geworden war. Aber der Dreijährige „mochte den Boden wirklich“, sagte Murphy. Nachdem der spätere Sieger lange auf Rang zwei hinter Atoso gelegen hatte, ging er zu Beginn der Zielgeraden an die Spitze und hielt Map of Stars sicher in Schach. Bin Suroor – einer der besten Trainer weltweit – führte Tornado Alert selbst von der Bahn und bewies damit, wie wichtig ihm das Rennen war, ruinierter Anzug inklusive.

Der nur wenige Tag vor dem Rennen nachgenannte Lokalmatador Quest the Moon hatte mit dem Ausgang nichts zu tun. Er lag zunächst am Ende des Feldes und wurde schließlich Siebter. Bestes von nur vier deutschen Pferden in dem international besetzten Feld war der in Köln trainierte Lazio auf Rang drei. CHRISTIAN WANNINGER

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