Galopp: Jockey Piechulek beißt auf die Zähne

von Redaktion

Riem – Es war eine Situation auf der Riemer Galopprennbahn, die der Jockey Rene Piechulek in seinem Berufsleben schon unzählige Male ausführte, dann aber plötzlich gefährlich wurde: Die Stute French Sand präsentierte sich am Sonntag vor dem Listenrennen des Dallmayr-Renntags im Führring, die übliche Glocke ertönt und Piechulek sitzt wie die übrigen Reiter auf und will mit dem Gast aus England auf die Bahn. Plötzlich jedoch steigt French Sands und versucht auszubrechen, bleibt jedoch an der Umgrenzung hinter einer Hecke hängen. Piechulek stürzt zu Boden, das Pferd kann im Anschluss nur mit viel Mühe befreit werden und bleibt unverletzt.

Jockeys sind in der Regel hart im Nehmen und der Münchener macht da keine Ausnahme. Noch am Samstag bestritt er fünf Rennen am vorletzten Renntag des Meetings in Bad Harzburg, das macht mit dem Auto einfach knapp 600 Kilometer. Das letzte Rennen dort um kurz vor 19 Uhr gewann Piechulek mit der von Jan Korpas trainierten Stute Go Girl Go, saß aber bereits am Sonntag um kurz nach elf wieder in München im Sattel. Nach dem Malheur mit French Sands startete der Jockey dann noch im Münchener Hauptrennen, dem Großen Dallmayr-Preis, wo er mit dem Lokalmatador Quest the Moon unspektakulär Siebter wurde.

Die letzten drei Rennen sagte der Reiter dann doch ab. Kein Wunder: Rückenschmerzen trotz der Protektoren unter dem Renndress, hieß es später. Das kostete ihn mindestens einen Sieg, weil der für ihn eingesprungene Thore Hammer-Hansen den abschließenden Ausgleich I mit Kosakenzipfel gewann. Rennen bestreitet Piechulek wohl bis Samstag keine mehr – erst dann findet der nächste deutsche Renntag in Köln statt. CW

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