Klein gegen Groß eröffnet die Saison

von Redaktion

DFB-Pokal im Blickpunkt: Der Wettbewerb, der keine Favoriten kennt

Oberligist im Glück: Der FK Pirmasens qualifizierte sich für die erste Pokalrunde. © IMAGO/Hetterich

Der umstrittene VAR bleibt dem Publikum in den ersten beiden Pokalrunden erspart. © IMAGO/Eibner

Eine ganze Stadt war im Fieber: Arminia Bielefeld stand 2025 im Finale in Berlin. © dpa/David Inderlied

Pokalsieger VfB Stuttgart steigt wegen der Supercup-Teilnahme verspätet ein. © dpa/Tom Weller

München – Die 83. Auflage des DFB-Pokals der Männer startet in die erste Runde. 64 Mannschaften – von der Bundesliga bis zur fünftklassigen Oberliga – treten mit dem Ziel an, das Pokalfinale am 23. Mai 2026 in Berlin zu erreichen. Von Freitag bis Montag startet mit den Pokal-Auftritten zudem traditionell ein Großteil der Bundesligisten in die neue Saison.

Einige Topclubs treffen in ihren Auftaktpartien auf unterklassige Teams. Borussia Dortmund fährt zum Lokalduell beim Drittligisten Rot-Weiss Essen, RB Leipzig spielt bei Drittliga-Absteiger SV Sandhausen und Bayer Leverkusen gastiert bei Südwest-Regionalligist Sonnenhof Großaspach. In dieser Saison sind zudem fünf Vereine aus der Oberliga vertreten: FV Engers, SV Atlas Delmenhorst, FK Pirmasens, SV Hemelingen, und RSV Eintracht 1949. Vier von ihnen bekommen es mit Erstligisten zu tun.

Was ist mit Bayern und Stuttgart?

Zum mittlerweile vierten Mal findet auch der DFL Supercup am traditionellen Pokalwochenende der ersten Runde statt. Der Deutsche Meister Bayern München gastiert beim DFB-Pokalsieger VfB Stuttgart am Samstagabend (20.30 Uhr/Sat.1 und Sky). Dementsprechend wurden zwei Pokalspiele verschoben: Stuttgart spielt am 26. August bei Eintracht Braunschweig, die Bayern einen Tag später beim SV Wehen Wiesbaden.

Was gibt es zu verdienen?

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Prämien leicht angestiegen. Für die Teilnahme an der ersten Runde erhalten die Teams jeweils 211886 Euro, für das Erreichen der zweiten gibt es 423772 Euro. Der Sieger streicht wie schon der VfB Stuttgart in der Vorsaison 4,32 Millionen Euro ein, der Finalverlierer immerhin 2,88 Millionen.

Wer sind die Favoriten?

Einen eindeutigen Favoriten – das zeigten die vergangenen Jahre – gibt es nicht. Natürlich ist Rekordsieger FC Bayern (20 Titel) stets erster Anwärter, die Münchner fügten aber seit 2020 keinen Triumph mehr hinzu. In den vergangenen elf Spielzeiten gewannen sieben verschiedene Mannschaften den Pokal: Neben Bayern (3), Dortmund und Leipzig (je 2) gewannen der VfL Wolfsburg, Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und zuletzt Stuttgart. Kurios: In den vergangenen zwei Spielzeiten stürmten mit dem 1. FC Kaiserslautern (2. Liga) und Bielefeld (damals 3. Liga) jeweils krasse Außenseiter bis ins Endspiel.

Gibt es besondere Regeln im Pokal?

Im Pokal bekommen die deutschen Fans eine weitere Kostprobe der neuen Acht-Sekunden-Regel. Sie soll das Zeitspiel der Torhüter minimieren, hält ein Keeper den Ball zu lange in der Hand, bekommt der Gegner einen Eckball. Der VAR kommt erst ab dem Achtelfinale zum Einsatz.

Welche Senden haben Übertragungsrechte?

Der Pay-TV-Sender Sky hält nach wie vor als einziger Anbieter Rechte an allen Spielen, ausgewählte Partien werden aber wie immer im Free-TV ausgestrahlt.

Die Revanche zwischen Vorjahresfinalist Bielefeld und Werder Bremen (Freitag/20.45 Uhr) läuft ebenso im ZDF wie das Spiel der Bayern in Wiesbaden am 27. August. Die ARD überträgt am Montag Essen gegen Dortmund (20.45 Uhr) und auch das Spiel des VfB Stuttgart bei Eintracht Braunschweig.SID

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