Der neue Cheftrainer Oliver David. © Red Bull/City-Press
Halle 1 hatte den ganzen Sommer über Eis. Nun ist für Mathias Niederberger & Co. wieder reguläres Training. © Red Bull
Auf die Knie und den Anweisungen lauschen: EHC-Mannschaft vor der Abreise in die Schweiz. © Red Bull/City-Press
München – Mit Gefühlen ist das so eine Sache im Eishockey, vor allem im August, wenn man gerade ein paar Tage trainiert und das erste Testspiel noch vor sich hat. Christian Winkler, Managing Director Sports bei Red Bull, weiß aus seiner Erfahrung, „dass alle 14 Clubs der Liga sagen würden, dass sie überragenden Charakter haben in der Kabine“. Der EHC München ist einer dieser 14 Vereine der Deutschen Eishockey Liga – doch trotz aller Prognose-Folklore ist Christian Winkler sich für seinen Club sicher: Die Saison 2025/26 wird besser, als es 2024/25 war, als man zweimal den Trainer wechselte und im Viertelfinale ausschied.
Am Ende des alten Spieljahres stand die Erkenntnis, dass es kein gutes war. „Wenn man in der Bubble drin ist, hofft man halt, dass es noch gut wird“, gibt Winkler nun eigene Fehleinschätzungen zu. „Wir hätten den einen oder anderen Zopf früher abschneiden müssen.“ Dazu kam, dass der EHC Red Bull vom Umzug aus der alten Olympia-Eishalle in den SAP Garden (Winkler: „Im Vergleich vom Schlauchboot aufs Kreuzfahrtschiff“) überwältigt war. „Wir waren immer hintendran, vieles wurde auf den letzten Tag fertig.“ Aus diesem Modus des Sich-gehetzt-Fühlens sei die Organisation nun raus. „Wir sind angekommen.“
So hat sich der Sommer 2025 ganz anders angefühlt als der im Jahr davor. Präsenzpflicht bestand nur für die U23-Spieler, doch viele der älteren Akteure und auch einige der ausländischen nutzten die Trainingsmöglichkeiten im SAP Garden im Urlaub. Wer mal länger nicht kam wie Stürmer Markus Eisenschmid, der sechs Wochen in Griechenland weilte, brachte sich eigeninitiativ in Form. Eisenschmid hat „bei den Leistungstests vergangene Woche das Rad zusammengetreten“, so Winkler. Der Manager vermeldete: „Die Mannschaft hat die besten physischen Werte der Red-Bull-Zeit erzielt.“
Veränderungen gab es im Personal rund um die Mannschaft. Im Zentrum steht Oliver David, der neue Cheftrainer. Winkler erinnert sich ans erste Treffen mit dem Amerikaner vor zwei Jahren in Seefeld, als er ihn für die Dependance in Salzburg engagierte: „Damals sagte er schon, sein Traum sei, nach München zu kommen.“ David assistieren werden Rob Leask (Winkler: „Kaum einer ist länger in der Liga“) und Max Kaltenhauser, im Vorjahr für einige Monate Head Coach.
Winklers neuer Assistent ist der Ex-EHC-Spieler (2006 bis 11) Neville Rautert. Er folgt auf Lorenz Funk, der wiederum in der Jugendabteilung Rookie Bulls Niklas Hede (wechselte heim nach Finnland) ersetzt. Alttrainer Don Jackson wird künftig seltener vor Ort sein, sondern von den USA aus beraten.
Das neue EHC-Team debütiert am heutigen Donnerstag (19 Uhr) im Schweizerischen Sursee gegen den SC Bern. Winkler: „Gleich mal ein Schwergewicht.“ GÜNTER KLEIN