Sursee/München – Das erste Spiel der neuen Eishockey-Saison hat der EHC Red Bull München verloren, 1:2 gegen den Schweizer Groß-Club SC Bern. Unzufrieden waren die Verantwortlichen dennoch nicht. Sportchef Christian Winkler hatte gesagt, „dass wir die Ergebnisse zurückstellen und auf die Art und Weise schauen“. Vor einem Jahr hatten die Münchner viele Probleme, die in den folgenden Monaten zu zwei Trainerwechseln führten, bereits in der Vorbereitung erkennen lassen. Hergespielt wurde der EHC diesmal nicht. „Unser Einsatz war hervorragend“, sagte der neue Coach Oliver David. Das Spiel gegen Bern in der kleinen Halle im Schweizer Ort Sursee, 30 Kilometer von Zug entfernt, war das erste des Turniers um den Lehner Cup. Am Samstag (17 Uhr) trifft der EHC auf den EV Zug.
Was zu erkennen war: Die Mannschaft ist, wie von Winkler angekündigt, „zum Red-Bull-Eishockey zurückgekehrt“. Unter Toni Söderholm als Trainer (2023/24) hatte man versucht, variabler zu spielen – doch die Spieler fühlten sich sicherer im über Jahre gepflegten System, das auf einem intensiven Forechecking basiert. Mit elf Neuen im Kader ist aber klar: Sie müssen sich eingewöhnen. Einzige Ernstfallsimulation vor der Reise in die Schweiz war „ein Scrimmage über zwei Drittel“, so Teammanager Neville Rautert. Scrimmage bezeichnet ein Trainingsspiel, also ein internes Match.
„Wir hätten mehr als ein Tor verdient gehabt. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Bern mehr als zwei Tore hätte erzielen können“, resümierte Oliver David das 1:2 in Sursee. Der EHC fing sich zwei Konter ein, den späten Treffer (57.) erzielte mit Jeremy McKenna (aus Nürnberg) einer der Zugänge.GÜK