Im Pokal traf Patrick Hobsch viermal. © Wagner/Imago
München – Die Interessenten standen Schlange am Dienstagabend beim TSV Geiselbullach. Noch während Patrick Hobsch dem BR im Fernsehinterview Rede und Antwort stand, warteten Kinder auf ein Autogramm ihres Idols, zudem bauten sich hinter ihm die Verantwortlichen des Gastgebers auf. Nachdem die Löwen mit 8:0 in der zweiten Runde des Toto-Pokals vor den Toren Münchens gesiegt hatten, nahm Löwen-Kapitän Hobsch den Scheck in Höhe von 650 Euro entgegen. Die Summe nicht weltbewegend, doch es war symbolisch an diesem Dienstag. Hobsch war in Abwesenheit der Niederlechners, Vollands und Verlaats das große Aushängeschild der Sechzger. Der „Star der B-Elf“ lieferte auch sportlich ab, traf viermal beim Bezirksligisten.
„So ein Pokalspiel ist als Stürmer natürlich auch dankbar, weil man viele Möglichkeiten bekommt. Ich hätte sogar noch ein, zwei Tore mehr machen können“, blieb Hobsch selbstkritisch. Der 30-Jährige war einer der wenigen Löwen aus der zweiten Garde, der sich in Geiselbullach für höhere Aufgaben empfehlen konnte. Es ist das bekannte Bild dieser Vorbereitung. Hobsch trifft, liefert ab – und hat es doch schwer, in die erste Elf der Sechzger zu drängen. Die Konkurrenz mit Niederlechner, Volland und Haugen überzeugte in den ersten beiden Liga-Partien restlos, für Trainer Patrick Glöckner gibt es keine großen Gründe für Rotation – noch nicht.
Immer wieder betonen die Löwen-Verantwortlichen, wie froh sie über die Breite des Kaders sind. Und in der Tat: Einen Stürmer der Klasse Hobschs können die anderen Drittligisten nicht von der Bank aus nachlegen, hätten ihn sogar gerne in ihrer Startelf. Umso mehr machten sich die Fans im Sommer Sorgen, dass der beste Torjäger der Vorsaison – elf Treffer – die Sechzger verlassen könnte. Seine coole Antwort auf die Nachfrage eines Anhängers kurz nach Trainingsstart, ob er denn bleiben würde: „Na klar, wieso sollte ich denn gehen?“
Klare Ansage: Hobsch versteckt sich nicht, ganz egal, wie prominent die Konkurrenz auch sein mag. Auch Glöckner weiß um seine gefährliche Waffe auf der Bank: „Hobschi muss man immer auf der Uhr haben, wir wissen was er kann. In der Box ist er brandgefährlich, das hat er heute wieder bewiesen.“ Haugen & Co. wissen: Nachlassen geht nicht.MBU