München – Jubelnde Außenseiter, neu geschriebene Heldengeschichten & ein warmer Geldregen für unterklassige Vereine: Der DFB-Pokal ist etwas ganz Besonderes im deutschen Profifußball. Besonders ist 1860 München durchaus auch, doch für die Pokalteilnahme hat es in dieser Spielzeit nicht gereicht – zum dritten Mal in Folge. „Es tut einfach sehr weh“, verzieht Geschäftsführer Christian Werner darauf angesprochen das Gesicht.
Die Sechzger haben frei, während die Ligakonkurrenten entweder für Überraschungen sorgten – Cottbuser 1:0-Sieg gegen Hannover – oder das Spiel ihres Lebens vor der Brust haben – Essen empfängt heute Abend den BVB. „Essen nimmt mit dem Spiel mit allem drum und dran um die 750 000 Euro ein“, unterstreicht Werner die finanziellen Dimensionen, denen die Löwen hinterhertrauern. Ex-Löwen-Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer, inzwischen Vorstandsvorsitzender bei RWE, wird das Geld mit Handkuss entgegennehmen.
Als Drittligist hat 1860 zwei Möglichkeiten, sich für den DFB-Pokal zu qualifizieren. Entweder über die ersten vier Ränge in der Liga oder über den Gewinn des Landespokals. Beide Ziele verfehlte Sechzig letzte Saison meilenweit. In der 3. Liga fehlten den Löwen neun Punkte beziehungsweise sieben Plätze auf Rang vier. Noch brutaler jedoch fühlte sich das Scheitern im Landespokal-Viertelfinale gegen Unterhaching an – 1:3-Heimpleite (inklusive eines bitteren Patzers von Keeper René Vollath) gegen das abgeschlagene Schlusslicht der 3. Liga. „Das Scheißspiel gegen Unterhaching hängt mir immer noch nach. Da haben wir es verbaut, das tut in der Seele weh“, gibt Werner zu.
Umso klarer ist für den Geschäftsführer die Zielsetzung in dieser Spielzeit: „Ich will das Ding gewinnen, das sieht die Mannschaft absolut genauso. Es ist ohnehin aus wirtschaftlicher Sicht ein nicht verhandelbares Ziel.“ Vier Siege fehlen 1860 noch, um endlich wieder im „Konzert der Großen“ mitmischen zu können. Am heutigen Montag wird der Achtelfinal-Gegner im Totopokal ermittelt. MBU