Dass Alexander Zverev seine Taschen selbst schulterte und nach der Halbfinal-Niederlage vom Platz trug, war bemerkenswert. Eine Woche vor dem Beginn der US Open war Deutschlands bester Tennis-Spieler beim Masters in Cincinnati körperlich so an seine Grenzen – und womöglich darüber hinaus – gegangen, dass er sich im zweiten Satz gegen Carlos Alcaraz kaum noch bewegen konnte. „Bei mir dreht sich alles“, berichtete er einem zwischenzeitlich auf den Platz gerufenen Arzt.
Schläge seines Gegenspielers ließ der Hamburger mitunter ohne Reaktion an sich vorbeirauschen. Angesichts der offensichtlichen Probleme des 28-Jährigen spiegelte das vergleichsweise knappe 4:6, 3:6 die ungleichen Kräfteverhältnisse nicht wider. Statt der sonst üblichen Unterschrift kritzelte Alcaraz einen Gruß und beste Wünsche an den deutschen Kollegen auf eine TV-Kamera.IMAGO/EPA