Stock im Gesicht: Sophia Schwabe gab trotz Nasenverletzung alles. © IMAGO/Kaste
Mönchengladbach – Am Samstag hatten die deutschen Männer noch gegen die Niederlande feiern können. Die deutschen Frauen gingen jedoch gegen die unangefochtene Hockey-Nummer 1 leer aus – trotz großem Kampf. Mit einem 2:1 holten sich die Niederländerinnen ihren 13. EM-Titel. „Ich denke, dass wir ein sehr gutes Spiel gespielt haben. Wir sind nah dran“, sagte Bundestrainerin Janneke Schopman nach EM-Silber.
Selin Oruz, die ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft bestätigte, war „einfach nur stolz auf dieses junge Team, wie wir da mitgehalten haben, wie wir da super verteidigt haben“. Besonders reingebissen hat sich Sophia Schwabe, die trotz schmerzhafter Nasenverletzung zu Ende spielte – und den Blick gleich Richtung Zukunft richtete: „Ich bin davon überzeugt, dass das der Anfang ist. Man sieht sich immer zweimal.“
Männer-Bundestrainer André Henning war am Tag nach dem EM-Triumph wieder im Stadion – er hat es richtig genossen: „Der Stolz ist groß, riesengroß, der wird auch immer größer. Wir realisieren gerade, was wir hier geschafft haben und was das für eine unglaubliche Leistung war.“ Währenddessen beschrieb die Eventchefin des DHB, Nina Holtgrewe, das Heim-Turnier in Mönchengladbach als „absoluten Erfolg“. Die Stimmung sei in diesen zehn Tagen, egal ob im Fan-Village oder auf den Rängen, fantastisch gewesen. „Das hab ich beim Hockey auch anders erlebt. Hier wurden alle Teams von den Zuschauen getragen. Das finde ich fantastisch“, so Holtgrewe.
Auch sportlich fiel das Fazit von Sportvorstand Martin Schultze absolut positiv aus: „Ich bin wirklich sehr, sehr zufrieden mit dem Abschneiden. Das war 2023 ein bisschen das Manko, dass wir noch nicht mal im Finale waren, mit einer Mannschaft.“ Nun darf er mit Gold und Silber eine sehr erfolgreiche Heim-EM feiern.