Der Motor läuft wieder

von Redaktion

Gwinn im Training, Oberdorf mit Testspiel-Comeback

Die Bayern-Frauen beim Rafting. © Instagram

Erster Testeinsatz: Lena Oberdorf. © dpa/Sven Hoppe

München – Am Mittwoch hatte Giulia Gwinn schon wieder den Ball am Fuß. Die Rechtsverteidigerin absolvierte im Trainingslager der Frauen des FC Bayern in Tirol Passübungen und dribbelte durch Slalomstangen. Die DFB-Kapitänin kämpft sich nach der Innenbandverletzung im Knie zurück, die sie im ersten EM-Spiel erlitten hatte. Bis zum Comeback wird es aber noch ein wenig dauern. „Giuli befindet sich noch in der Reha. Zum ersten Spiel wird sie es sicherlich nicht schaffen, aber dann sehr zeitnah in die Saison einsteigen“, erklärte Bayern-Direktorin Bianca Rech und gab einen Überblick über alle Personalien.

Während Neuzugang Barbara Dunst mit ihrem Kreuzbandriss noch länger ausfallen wird, besteht bei Pernille Harder Hoffnung, dass die Dänin nach ihrer muskulären Verletzung im Oberschenkel rechtzeitig zum Bundesliga-Eröffnungsspiel gegen Bayer Leverkusen am 6. September (17:45 Uhr) in der Allianz Arena fit werden könnte. Schon im Supercup gegen den VfL Wolfsburg am 30. August in Karlsruhe (14 Uhr) könnte die lange Leidenszeit von Lena Oberdorf enden. Die Mittelfeldspielerin hatte sich im Juli 2024 im Einsatz für die Nationalmannschaft einen Kreuzbandriss zugezogen und seitdem kein Pflichtspiel mehr bestritten. Am Donnerstag im Test gegen Real Madrid wurde die 23-Jährige in der 65. Minute eingewechselt und bereitete direkt mit einem Ballgewinn den Treffer von Natalia Padilla-Bidas (67.) zum 4:1-Endstand für die die Bayern-Frauen vor. Trotz der positiven Eindrücke soll Oberdorf langsam herangeführt werden. „Lena wird eine wichtige Rolle einnehmen. Wir werden aber nichts überstürzen und Schritt für Schritt mit ihr gehen“, erklärte der neue Trainer José Barcala. Auch Rech mahnte an, dass man nach einer so langen Verletzungspause die Belastungssteuerung im Blick haben müsse. „Man darf nicht von jetzt auf gleich voll durchstarten, das ist auch nicht die Erwartungshaltung“, sagte die Chefin der Bayern-Frauen. Oberdorf bestreite derzeit eine sehr gute Vorbereitung, „aber man sieht hier und da auch, dass sie noch nicht bei 110 Prozent ist“, ergänzte Rech. Augenmaß sei gefragt, was genauso für Kathi Naschenweng gelte, die ebenfalls nach einer langwierigen Knieverletzung zurück ist.

Weitere Zu- oder Abgänge sind nicht geplant. „Unser Kader ist vollständig“, so Rech. Junge Spielerinnen wie Momoko Tanikawa, Alara oder Franzi Kett drängen in die Startelf. „Als Trainer habe ich keine Ausreden. Der Kader ist sehr gut ausbalanciert, mit Talenten und erfahrenen Spielerinnen“, sagt Barcala. Ein Highlight wartet in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals (27. bis 29. September) auf die Bayern-Frauen. Ihnen wurde Borussia Dortmund zugelost. Nach dem vierten Aufstieg in Folge ist der BVB in der Regionalliga angekommen, erstmals überhaupt wird der „Klassiker“ bei den Frauen ausgetragen. Rech: „Es ist wahrscheinlich nur der Anfang. Wir freuen uns auch, wenn Dortmund diesen Weg weitergeht und so schnell wie möglich in der ersten Liga ankommt.“CHRISTIAN STÜWE

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