Fokussiert in Turin: Jonas Vingegaard © IMAGO
Turin – Der größte Rivale gönnt sich eine Auszeit und die eigene Mannschaft könnte kaum besser besetzt sein: Wenn die 80. Vuelta am Samstag im italienischen Turin losrollt, darf Jonas Vingegaard auf ein Happy End in dieser Radsport-Saison hoffen. „Ich bin hier für den Gesamtsieg“, sagte der zweimalige Tour-de-France-Champion. Auf die nachfolgende WM in Ruanda (21. bis 28. September) verzichtet er.
Gut vier Wochen nach dem Ende der Tour, bei der Vingegaard gegen Tadej Pogacar als Zweiter erneut chancenlos war, bietet sich unter spanischer Sonne die Möglichkeit auf einen großen Rundfahrt-Sieg in diesem Jahr. Denn Widersacher Pogacar legt nach den vielen Strapazen eine Rennpause ein. Und der dänische Rundfahrt-Spezialist hat sich gewissenhaft vorbereitet. Dazu kann er wie bei der Tour auf seine wichtigsten Helfer Matteo Jorgenson und Sepp Kuss (beide USA) zählen.
Kuss hat die Vuelta 2023 selbst gewonnen. Damals hatte sich Vingegaard generös gezeigt und sich schließlich mit Platz zwei begnügt. Die größte Gefahr dürfte vom UAE-Team ausgehen, das die Doppelspitze Joao Almeida/Juan Ayuso ins Rennen schickt. Zehn Bergankünfte, darunter der berüchtigte Angliru mit bis zu 23,5 Prozent Steigung, sind bis zum Finale am 14. September in Madrid zu bewältigen. DPA