Steigerlied für Ulli Potofski

von Redaktion

Reporter-Legende und Schalke-Fan beigesetzt

So hatte Ulli Potofski es sich gewünscht: Beisetzung auf dem Schalker Fanfeld. © Imago/Frank Oppitz

Gelsenkirchen – Ulli Potofski litt an Leukämie, er wusste, dass er sterben würde. Er wünschte sich, auf einem speziellen Friedhof seine letzte Ruhe zu finden. Am Freitag wurde er auf dem Schalker Fanfeld in Gelsenkirchen-Beckhausen beigesetzt. Potofski war der Erste, der Fußball im Privatfernsehen präsentiert hatte (in der RTL-Show „Anpfiff“), er war ein Gesicht des Senders auch in anderen Formaten, arbeitete zudem für Sky und den Hörfunk. Und vor allem war er ein liebenswürdiger und zugewandter Typ, den alle mochten. Bei der Trauerfeier für ihn herrschte großer Andrang, sie wurde von der Halle nach draußen übertragen.

Potofski hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dem FC Schalke 04 besonders zugetan zu sein. Und so wurde schließlich für ihn das Steigerlied gespielt wie zu Beginn eines jeden Heimspiels der Königsblauen, auch eine große S04-Fahne gehörte zur Zeremonie. Und: Die Urne mit der Asche von Ulli Potofski war einem Ball in den Schalker Farben nachempfunden.

Und es kam reichlich Schalker Prominenz, um dem mit 73 Jahren Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen. Einen „Herzblutjournalisten“ nannte ihn der langjährige Schalke-Macher Clemens Tönnies, der eine Rede hielt: „Ich verliere einen Weggefährten und guten Freund.“ Von den früheren Schalke-Stars waren Olaf Thon und Gerald Asamoah vertreten, aus der Medienbranche Werner Hansch (einst Rundfunk-, Trabrennbahn- und Sat.1-Stimme), Uli Klose (Ex-RTL-Star) und Esther Sedlaczek (ARD). Pfarrer Gereon Alter griff die Schalke-Thematik auf: Gott werde zu Ulli Potofski sagen „Steh auf, wenn du Schalker bist.“

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