Rio als Zwischenstopp

von Redaktion

Darja Varfolomeev © Imago

Rio de Janeiro – RChristusstatue, Zuckerhut, Copacabana – an Ausflugszielen wird es Darja Varfolomeev nicht mangeln. Zwar habe sie von Brasilien bislang kaum etwas gesehen, sagte sie nach dem Gewinn ihrer fünften und letzten Goldmedaille bei der WM in der Rhythmischen Sportgymnastik in Rio, doch nun wolle sie sich das Land noch „drei Tage lang angucken.“ Nach Monaten höchster Anspannung und Intensität kann die 18-Jährige nun durchatmen – und ihre gigantischen Erfolge Revue passieren lassen.

Bei den globalen Titelkämpfen hatte Varfolomeev zuvor einmal mehr keinen Zweifel daran gelassen, wer die beste Rhythmische Sportgymnastin der Welt ist. Und das, obwohl sich die Olympiasiegerin von 2024 diesmal in einem kurzen Moment der Unachtsamkeit auch von ihrer menschlichen Seite zeigte. Im Einzelfinale mit dem Reifen am Sonntag kam Varfolomeev aus dem Gleichgewicht, musste sich mit der Hand auf dem Boden abstützen.

Athletinnen wie die Ukrainerin Taisiia Onofriitschuk (17) oder die US-Amerikanerin Rin Keys (16) überzeugten in Rio mit Podestplatzierungen und könnten bis zur WM im kommenden Jahr in Frankfurt am Main den nächsten Schritt machen. „Es gibt viele gute Gymnastinnen, die aufgekommen sind und die noch jünger sind als ich“, sagte Varfolomeev zuletzt im Interview und blickte über die Heim-WM hinaus: „Das größte Ziel ist natürlich Olympia 2028 in Los Angeles.“

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