Trainertalent: Mönchengladbachs Interimslösung Eugen Polanski. © IMAGO
Mönchengladbach – Eugen Polanskis großer Aufbruch als Cheftrainer begann offiziell mit einem freien Tag – arbeitsreich dürfte dieser Dienstag trotzdem gewesen sein bei Borussia Mönchengladbach, denn Polanski muss sein erstes Bundesliga-Spiel in voller Verantwortung vorbereiten: Am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) gegen Bayer Leverkusen. Laut SID wird vorher kein anderer Trainer vorgestellt.
Es kursieren jedoch schon viele Namen möglicher Kandidaten – etwa Edin Terzic, der kürzlich sagte, er könne „sofort losgehen“. Lucien Favre gilt als Option, Roger Schmidt wäre zu teuer, Marco Rose sieht sich mittlerweile auf anderem Level. Für jetzt gilt offiziell: Polanski „bis auf Weiteres“.
Gladbacher „Stallgeruch“ hat Eugen Polanski: Kommt aus Viersen, durchlief die Gladbacher Jugend, spielte 254 Bundesligaspiele (davon 44 für Gladbach) und erzielte sein einziges Pflichtspieltor für die Borussia am 19. November 2005 – gegen Bayer Leverkusen.
Zum Trainer wurde Polanski, weil Julian Nagelsmann ihn zu Beginn seiner Tätigkeit bei Hoffenheim dazu drängte. Im Podcast etwa sagte Polanski, Nagelsmann sei ihm „auf den Sack gegangen“, dass er Trainerlizenzen machen solle. Er begann, sich mit dem Beruf des Fußballlehrers zu beschäftigen, sich auszutauschen – und entschied, es mal zu versuchen. Vielleicht sein Glück.
Seit Mitte 2022 betreute er Gladbachs U23 mit Erfolg – jetzt ist er Cheftrainer, zunächst für ein Spiel. Intern wird ihm zugetraut, dass er auch für höhere Aufgaben geeignet ist. SID