Ja, sie will: Emily heiratete ihren Simon. © Instagram
Das zweite Heimturnier steht für Emily Vogel vor der Tür. © IMAGO/Wolf
Krefeld – Der neue Name? Natürlich musste die Frage kommen. „Für andere ist es vielleicht ungewohnt, dass ich nicht mehr Bölk heiße“, antwortet Emily Vogel. Sie selbst, versicherte Deutschlands größter weiblicher Handballstar mit einem Lächeln, habe sich aber „mittlerweile schon ganz gut damit abgefunden“.
Bölk, das Gesicht des DHB-Teams, die Rückraumspielerin, die bereits zehn Turniere mit der Nationalmannschaft absolvierte, heißt nun Vogel. Was für viele Sportfans noch ungewohnt klingt, könnte bei der 27-Jährigen auf dem Feld zusätzliche Power freisetzen.
Nach turbulenten Monaten, die im Frühjahr mit einem persönlichen Tiefschlag begannen, strotzt Vogel vor Energie und Lust auf den bevorstehenden Doppel-Härtetest gegen die Niederlande: Das erste Duell gegen den WM-Mitausrichter steigt am Freitag (19.30 Uhr) in Eindhoven, das zweite am Sonntag (19.00 Uhr/beide DF1) in Krefeld.
„Ich fühle mich nach wie vor als ich selbst. Aber es fühlt sich gut an, verheiratet zu sein“, sagt sie. Die vielen Bilder von der Traumhochzeit im Sommer in ihrer Heimat Buxtehude dokumentieren Vogels privates Glück, beflügelt davon will sie nun auch auf dem Spielfeld durchstarten. Der Ärger über die vorübergehende Ausbootung scheint jedenfalls verflogen, die volle Konzentration gilt der Heim-WM im November. Ein Turnier, das dem Frauenhandball in Deutschland einen ordentlichen Push verleihen soll.
Vogel kennt das Gefühl eines Großturniers vor eigenem Publikum. Als eine von drei aktuellen Spielerinnen (neben Xenia Smits und Antje Döll) war sie 2017 dabei, als Deutschland bei der Heim-WM im Achtelfinale ausschied. Positiv stimmt Vogel, dass „wir jetzt auf einem anderen Level sind, was die Professionalität betrifft, mit vielen Spielerinnen in der Champions League. Und die Qualität im Kader ist ebenso höher, daher ist der Anspruch anders.“
Seit Montag bereitet sich das deutsche Team von Bundestrainer Markus Gaugisch in Krefeld vor, Fixpunkt aller Mühen ist das WM-Eröffnungsspiel gegen Island am 26. November in der Stuttgarter Porsche-Arena. Dafür will Vogel in ihren ersten Länderspielen mit neuem Familienstatus jetzt Fahrt aufnehmen.SID