Option für Hoffenheim: Sacha Boey. © IMAGO
Kann der wieder spielen? Auch Guerreiro ist für Hoffenheim fraglich. © imago
Nicht noch einer! Stanisic musste mit Knieproblemen vom Feld. Am Donnerstag folgte Gewissheit: Innenbandverletzung. © Steinbrenner/Imago
München – Es war der einzige Wehrmutstropfen für den FC Bayern am Mittwochabend. Josip Stanisic musste kurz nach der Halbzeitpause angeschlagen mit Knieproblemen vom Feld und droht für die Bundesliga-Partie gegen Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr, Sky) auszufallen. Ein Luft-Zweikampf im Mittelfeld, ein unglücklicher Zusammenprall mit Chelseas Trevoh Chalobah, dann war der Arbeitstag für den 25-Jährigen viel früher vorbei als geplant vorbei. Und bei Vincent Kompany ging an der Seitenlinie die Grübelei los: Welche Notlösung ist die kreativste?
Davies fehlt, Guerreiro ist fraglich
Er wird sie finden müssen. Denn am Donnerstag folgte die Diagnose: Der Verteidiger erlitt eine Innenbandverletzung am rechten Kniegelenk und wird dem FC Bayern vorerst fehlen. Die linke Abwehrseite ist somit nun offiziell zum Problem geworden: Neben dem langzeitverletzten Alphonso Davies (Reha nach Kreuzbandriss, Rückkehr frühestens im November) ist dort etatmäßig nur noch Raphael Guerreiro eingeplant – der unter der Woche allerdings mit einer Bachmuskelverletzung ausfiel. „Eine komische Geschichte mit den Rippen. Das braucht ein bisschen Zeit“, erklärte Trainer Vincent Kompany dazu. Nun muss also auch Stanisic in eine Zwangspause. Auch den Verteidiger dürfte die Nachricht kalt erwischt haben. Beim Verlassen der Arena hatte er noch leichte Entwarnung gegeben. „Alles gut, kann spielen“, sagte er kurz und knapp im Vorbeigehen.
Boey als Kompanys beste Option? „Top-Spiel gemacht“
Es kam anders. Und nun stellt sich die Frage, wie Kompany die Ausfälle kompensiert. Eine Option wäre, Konrad Laimer auf die linke Seite zu ziehen und für die Bundesligapartie gegen Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr/Sky) Sacha Boey auf die rechte Abwehrseite zu stellen. Der Franzose, der beim FCB schon aufs Abstellgleis geraten war, erledigte seine Aufgabe am Mittwoch souverän und bekam dafür Lob von Sportdirektor Christoph Freund. Als „richtig gut“ bewertete der Österreicher die Leistung Boeys, der „aus der Kalten reingekommen“ war. „Er hat gefühlt jeden Zweikampf gewonnen. Ich finde, er hat ein Top-Spiel gemacht.“V. Tschirpke, M. Bonke