Das gibt’s nur in Giesing! 60 hat innerhalb einer Woche die Wende von den Wunder-Löwen zu den Zunder-Löwen geschafft. 1:5-Fiasko gegen Hoffenheim II – und wir dachten, Hoffenheim II wären die Uli-Bayern. Jetzt bleibt den Blauen nur noch die Flucht in die Anonymität. Denn das ist der Trend im Fußball. Die Ausfallzeit von Kapitän Jesper Verlaat wird aus Datenschutzgründen nicht bekanntgegeben. Bald gibt es noch mehr Datenschutz bei 60. Die Gesichter der Spieler sind nur noch verpixelt zu sehen – niemand soll erfahren, wer so schlecht spielt. Statt Namen steht auf den Trikots „Spieler A“ und „Spieler B“. Interviews gibt es nur noch mit verzerrter Stimme, wie bei Mafia-Dokus. O-Ton bei uns in der Zeitung: „Eine anonyme Person in blauer Kleidung hat sich bemüht.“ Wenn 60 so weiterspielt, ist das erste Zeugenschutzprogramm für Fußballer geplant.