Den Bronze-Turbo gezündet

von Redaktion

Die 4x100m-Staffel um Lückenkemper glänzt wieder auf großer Bühne

Vier für ganz große Momente: Rebekka Haase, Gina Lückenkemper, Sina Mayer und Sophia Junk (v. l.). © Imago

Tokio – Die deutsche Frauen-Staffel über die 4×100 Meter hat bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Tokio Bronze gewonnen. Das Quartett mit Sina Mayer, Rebekka Haase, Sophia Junk und Gina Lückenkemper bejubelte in 41,87 Sekunden den dritten Platz und wiederholte damit den Bronze-Coup von Olympia in Paris vor gut einem Jahr.

„Es war einfach wirklich eine saugeile Teamleistung“, sagte Schlussläuferin Lückenkemper. „Ich wusste auch nicht bei Überquerung der Ziellinie: Hat‘s gereicht oder hat‘s nicht gereicht.“ Den WM-Titel sicherte sich die Staffel aus den USA mit Sprintstar Melissa Jefferson-Wooden (41,75 Sekunden) vor Jamaika (41,79 Sekunden). „Wir mussten ein bisschen lachen, weil Gina hat wirklich den Regen bestellt“, sagte Haase und scherzte: „Wir können das, deswegen haben wir heute den ganzen Tag das Essen nicht aufgegessen, damit es auch regnet.“ Schon im Stade de France vergangenes Jahr liefen die vier Sprinterinnen im Regen zur Medaille, in München gab es 2022 EM-Gold, in Eugene WM-Bronze. Die große Bühne liegt ihnen, daran änderte auch die Abwesenheit der erfahrenen Alexandra Burghardt nichts.

Die deutsche Männer-Staffel belegte über die 4×100 Meter in 38,29 Sekunden einen guten fünften Platz. Zu einer Medaille reichte es für Julian Wagner, Marvin Schulte, Owen Ansah und Lucas Ansah-Peprah nach nicht optimalen Wechseln aber nicht. Wagner rückte kurzfristig für Deniz Almas ins Team, der beim Warmmachen Probleme hatte.

Den Sieg sicherte sich das Quartett aus den USA mit Superstar Noah Lyles in 37,29 Sekunden. Lyles, der sich nach dem Staffel-Triumph mit Trainingskollegin Lückenkemper freute, hatte bereits über 200 Meter Gold und über 100 Meter Bronze gewonnen. Hinter den Amerikanern wurde Kanada (37,55 Sekunden) Zweiter vor den Niederlanden (37,81 Sekunden).DPA/SID

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