Kane knackt alle Rekorde

von Redaktion

Hoffenheim-Hattrick: Bayerns Stürmer wandelt auf den Spuren Ronaldos

Aktuell hält CR7 den 100-Tore-Rekord. © Albarran/Imago

Harry Kane erzielte gegen Hoffenheim seine Saisontreffer 11, 12 und 13 – dafür gab‘s den Spielball. Joshua Kimmich und Dayot Upamencano (re.) freuten sich mit. © FCB

München – So langsam gehen den Bayern die Superlative für Harry Kane aus. Dessen Hattrick gegen Hoffenheim, bei dem Kane zunächst nach einem Eckballtrick und anschließend zweimal per Elfmeter traf, bedeuteten die Saisontore 11, 12 und 13 für den deutschen Rekordmeister in dieser Saison – und das nach sieben Pflichtspielen. In Summe sammelte Kane zusätzlich mit seinen drei Vorlagen in dieser Spielzeit schon 16 Scorerpunkte, was für andere Profis die Ausbaute einer gesamten Saison darstellt.

67 Partien, 70 Treffer

„Am Ende haben wir den Sieg geholt. Es ist schön, wieder getroffen zu haben und der Mannschaft helfen zu können“, gab sich der Stürmer nach der Partie bescheiden. Tatsächlich hat er mit seinen Treffern gegen Hoffenheim aber einen neuen Rekord aufgestellt: Nur 67 Partien brauchte Kane für seine ersten 70 Bundesliga-Tore, so schnell schaffte das in der Bundesliga noch niemand. Auf europäischer Bühne hat der Engländer aber eine noch größere Bestmarke im Blick.

Mit derzeit 98 Toren nach 103 Partien könnte Kane beim nächsten Spiel gegen Bremen am Freitag den bisherigen Rekord für die geringste Spielanzahl, um 100 Tore bei einem neuen Verein zu erreichen, aufstellen: Bislang liegt dieser bei 105 Spielen – und wird von niemand geringerem als Cristiano Ronaldo (für Real Madrid) und Erling Haaland (Manchester City) gehalten.

Für den deutschen Rekordmeister standen gegen Hoffenheim aber trotz dreier Kane-Treffer andere Dinge im Fokus: „Wahnsinn, was er arbeitet. Das ist das, worüber für mich am wenigsten drüber geredet wird“, schwärmte Jonathan Tah über Kanes Qualitäten neben dem Toreschießen. „Wie viel er nach hinten arbeitet, wie sehr er mit seinem Mann mitläuft, obwohl er Stürmer ist! Auf dem Platz ist er dann manchmal auf einmal der Linksverteidiger. Das ist genau das, was wir brauchen, weil es unsere Art ist, wie wir spielen wollen. Das hilft uns einfach brutal. Und obendrauf macht er noch die Tore.“ Auch spielerisch gebe er dem Team ein neues Niveau: „Man kann ihn zwischen den Linien anspielen, dann kann er sich aufdrehen und auch unter Druck Situationen auflösen – das macht er überragend. Mit so einem Stürmer habe ich noch nie zusammengespielt, so etwas habe ich noch nicht so oft gesehen.“

Ähnlich sah es auch Max Eberl: „Er macht es einfach herausragend seit über zwei Jahre, das habe ich ihm auch heute persönlich gesagt. Nicht wegen seiner drei Tore, sondern wie er als Persönlichkeit auf dem Platz agiert“, so der Sportvorstand. „Auch in der ersten Halbzeit als es nicht so gut gelaufen ist: Er will trotzdem den Ball, er unterstützt die Jungs, er fightet, er geht auch in der Defensive in die Zweikämpfe – das ist ein wahrer Leader.“VINZENT TSCHIRPKE

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