FORMEL 1:

Zurück im Titelkampf

von Redaktion

Verstappen triumphiert bei McLaren-Debakel

Zweiter Sieg in Folge: Max Verstappen nutzt in Baku die Nullnummer des WM-Führenden Oscar Piastri perfekt aus. Der Niederländer liegt aber immer noch 69 Punkte hinter dem Australier. © IMAGO/Alonso

Baku – Max Verstappen fährt in seinem wundergeheilten Red Bull erneut allen davon, die McLaren dagegen sind plötzlich äußerst angreifbar: Der Formel-1-Weltmeister hat auch den Grand Prix in Aserbaidschan gewonnen und wirkt auf einmal wieder wie ein Titelkandidat – WM-Spitzenreiter Oscar Piastri dagegen warf seinen McLaren in den Straßen von Baku bereits auf der ersten Runde weg, verbrachte das Rennen schlecht gelaunt am Streckenrand. Auch sein Teamkollege Lando Norris kam nach einem verpatzten Boxenstopp nicht über Rang sieben hinaus.

„Wir sind on fire“, funkte Verstappen im Ziel an die Box, „was für ein unglaubliches Rennen.“ Neben ihm durften Mercedes-Fahrer George Russell und Williams-Pilot Carlos Sainz auf dem Podest feiern, doch der Mann des Tages war eindeutig der Niederländer. Der immer noch große Rückstand auf Piastri im WM-Klassement beträgt 69 Punkte, aber die Form des Titelverteidigers und seines Teams lässt auf interessante kommende Wochen schließen.

Erstmals seit 15 Monaten gewann Verstappen zwei Grands Prix in Folge, es sei „schwer zu sagen“, was die Saison nun bringen werde: „Aber die letzten beiden Rennen waren großartig.“ Die nächste Strecke in Singapur (5. Oktober) werde nun „komplett anders, aber mal sehen, was wir dort schaffen können“, sagte Verstappen.

Für McLaren war es ein verlorenes Wochenende. Der sonst so abgeklärte Piastri beging schon in der ersten Runde einen völlig unnötigen Fahrfehler (nachdem er schon den Start völlig verpatzt hatte), damit endete für ihn eine Serie von 34 Grands Prix in den Punkten. Länger schafften das in der Formel 1 nur Lewis Hamilton (48) und Verstappen (43). Norris verkürzte den Rückstand bloß minimal, ihm fehlen nun 25 Zähler auf Piastri. Keine Punkte gab es erneut für Nico Hülkenberg im Sauber.

Dem Rennsonntag vorausgegangen war eine höchst turbulente Qualifikation am Samstag mit zahlreichen Unfällen und dem Rekordwert von sechs Roten Flaggen. Trotz der schlechten Startplatzierungen von Norris (7.) und Piastri (9.) würden laut Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko die McLaren die Hauptkonkurrenten werden: „Das hängt aber davon ab, wie sie durch das Feld kommen“.

Sie kamen allerdings überhaupt nicht gut durchs Feld. Nach Piastris Date mit der Leitplanke kämpfte Norris im Mittelfeld und kam in der Schlussphase nicht an Verstappens Teamkollegen Yuki Tsunoda vorbei. An der Spitze kontrollierte Verstappen das Rennen souverän.SID

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