„Wir wollen ihnen wehtun“

von Redaktion

Werder-Stürmer Grüll über das Duell mit Bayern – und das Hauptziel: besser sein als letztes Jahr

Wundertüte Werder mit Angreifer Grüll (l.). © Meuter/Imago

München – Pokal-Aus in der ersten Runde, 4:0-Sieg in Gladbach, Überraschungs-Transfer von Victor Boniface – bei Werder Bremen war im Saisonstart schon einiges los. Nun geht es zum Auswärtsspiel gegen die Bayern. Stürmer Marco Grüll erklärt, worauf es ankommt.

Marco Grüll, am Freitag geht es zum Duell mit dem FC Bayern in die Allianz Arena. Wie gehen Sie das Spiel an?

Die Ausgangslage ist klar: Bayern ist der Favorit. Sie haben bislang alle Spiele souverän gewonnen. Wir müssen trotzdem auf uns schauen und darauf achten, unsere Stärken auszuspielen. Wir wollen uns nicht verstecken. Trotzdem muss alles passen, damit wir etwas mitnehmen können.

Bayern hat 6:0 gegen Leipzig und 5:0 gegen Hamburg gewonnen. Überspitzt gefragt: Wie entgeht man einer Klatsche?

Natürlich ist es wichtig, kein Gegentor zu kassieren. Aber sich 90 Minuten hinten reinzustellen, wird nicht funktionieren – genauso wenig, wie sie das gesamte Spiel hoch zu pressen. Wir müssen eine gute Mischung finden und ihnen damit wehtun.

Wie ist die Stimmung bei Werder nach dem Saisonstart? Vier Punkte sind weniger als erhofft, gleichzeitig waren mit Frankfurt, Leverkusen und Freiburg schwierige Gegner im Auftaktprogramm.

Wir wollen nicht auf die Gegner schauen und sie als Ausrede benutzen, auch wenn die Qualität natürlich hoch war. Wir haben gegen Gladbach gezeigt, was wir können, und gegen Leverkusen einen Punkt geholt. Aber die Niederlage gegen Freiburg war nicht gut und sollte uns nicht passieren.

Was sind Ihre Ziele in dieser Saison?

Grundsätzlich will man immer besser sein als in der letzten Saison…

… das würde bedeuten: ein Platz auf den Europa-Rängen.

(schmunzelt) Das kann jeder für sich interpretieren. Aber ich kann ja nicht als Spieler daherkommen und sagen, ich will etwas Schlechteres als letztes Jahr. Trotzdem muss es das Grundziel sein, die 40 Punkte möglichst schnell zu erreichen.

Sie haben mit Victor Boniface einen neuen Star. Wie verändert er das Spiel?

Man sieht im Training, dass er unglaublich viel Qualität hat. Er hat nicht umsonst mit Leverkusen die Meisterschaft geholt. Das wird uns weiterhelfen.

Außerdem haben Sie einen neuen Trainer. Was zeichnet Horst Steffen aus?

Er will offensiven Fußball zeigen, auch gegen den Ball früh attackieren. Seine Kommunikation ist sehr offen, er spricht Dinge sofort an, wenn sie ihm nicht passen. Er ist ein sehr guter Trainer.

INTERVIEW: V. TSCHIRPKE

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