Trafen für Stuttgart gegen Vigo: Bilal El Khannouss und Badredine Bouanani (re.) © IMAGO/Rudel
Stuttgart – Ermedin Demirovic war voll des Lobes. Nun treffen die beiden Last-Minute-Zugänge des VfB Stuttgart sogar beide. Badredine Bouanani und Bilal El Khannouss, beide erst kurz vor dem Ende der Wechselfrist geholt, stiegen in der Europa League zu den Erfolgsgaranten auf. „Es freut mich extrem für sie, weil sie brutal ins Team gekommen sind. Es sind zwei super Fußballer“, sagte der diesmal erfolglose Torjäger Demirovic nach dem 2:1 gegen Celta Vigo.
Vor einer Woche war Demirovic neben El Khannouss der umjubelte Torschütze gewesen, als mit dem 2:0 gegen den FC St. Pauli in der Fußball-Bundesliga nach dem ruckeligen Saisonstart ein ersehntes Erfolgserlebnis gelang. Dank Bouanani und El Khannouss und dem wettbewerbsübergreifend zweiten Sieg nacheinander sieht die Situation schon wieder rosiger aus.
Beim 1. FC Köln am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) kann der DFB-Pokalsieger den Aufwärtstrend bestätigen. Ob dann beide Matchwinner vom nur am Ende noch etwas zittrigen Erfolg gegen den spanischen Erstligisten wieder in der Startelf stehen, ist offen. Die zwei neuen Offensivkollegen würden „sehr weiterhelfen“, sagte Demirovic. Man könne „viel Qualität auf viele Schultern verteilen“.
Als Typen charakterisiert VfB-Trainer Sebastian Hoeneß die Zugänge, die vor knapp vier Wochen verpflichtet wurden, unterschiedlich. Bouanani, genannt „Bad“, sei „ein bisschen zurückhaltender, ruhiger als Bilal“, so der Coach. El Khannouss sei ein „sehr offener, zugänglicher, positiver Junge“. Er habe „eine positive Ausstrahlung“, die bei der Integration helfe.
Im ersten Europa-League-Spiel des VfB seit dem Achtelfinal-Aus 2013 zeigten beide ihr Potenzial. Besonders das Tor des 20 Jahre alten algerischen Nationalspielers Bouanani hatte Seltenheitswert. Ein weiter Schlag von Torhüter Alexander Nübel sprang noch einmal auf, dann traf der Außenstürmer per feinem Heber zum wichtigen 1:0.
El Khannouss, Bronzemedaillengewinner mit Marokko bei Olympia 2024 in Frankreich, soll die zentrale Mittelfeldposition besetzen. Und macht das momentan eindrucksvoll. Bei seinem dritten Startelf-Einsatz traf er zum zweiten Mal nacheinander.DPA