Eine Bauchlandung erlebte der SC Riessersee (in Blau) gegen Spitzenreiter Selb. © Andreas Mayr
Erding: Wie schon zum Auftakt waren die Erding Gladiators nahe am ersten Punktgewinn, doch wieder reichte es nicht. Im Heimspiel gegen den SC Riessersee waren es einmal mehr die individuellen Fehler, die alles zunichte machten. Beim Stand von 3:3 fingen die Garmischer einen Querpass vor dem Tor ab und machten 82 Sekunden vor Schluss das 4:3. Gladiators-Trainer Dominik Quinlan ließ sich äußerlich weder Wut noch Enttäuschung anmerken und nahm seine Jungs eher noch in Schutz. „Wenn du am Schluss raus müde wirst, dann kommen solche Pässe halt vor“, meinte er und übte lediglich Kritik am ersten Block, der die ersten vier Gegentreffer kassierte. Am Sonntag in Passau war das schlechte Penalty-Killing entscheidend für die 5:6-Niederlage. Innerhalb von vier Minuten mussten die Gladiators vier Passauer Powerplay-Tore hinnehmen. Doch Coach Quinlan versprühte Optimismus: „Wenn wir so weiterspielen, werden wir auch bald punkten.“ WK
Riessersee: Ein Derbyerfolg in Erding brachte dem SCR den zweiten Saisonerfolg. Gegen Spitzenreiter Selb ging das Team von Hunor Marton allerdings leer aus. Hätte nicht sein müssen. Freilich stehen die Hochfranken mit edler Statistik ganz oben im Klassement. Doch waren es die Riesserseer, die erste Akzente setzten, dabei mehrmals den möglichen Treffer verpassten. Selbst eine doppelte Überzahl reichte nicht zum Torerfolg. Das wirkte mit zunehmender Spielzeit. Selb punktete mit Effizient und Cleverness zum 3:0. „Einen Punkt hätten wir für den großen Aufwand schon verdient gehabt“, unterstrich Marton. Gegen Aufsteiger Erding wechselten Führung und Rückstand bis zum 3:3. Am Schluss brachte Anselm Gerg – Förderlizenz-Leihgabe aus Ravensburg – den SCR dann aber auf die Siegerstraße. „Die Jungs haben gezeigt, dass sie ein Spiel zu ihren Gunsten entscheiden können, auch wenn sie zu kämpfen haben“, lobte der Coach den starken Auftritt seines Teams.OR
Peiting: Das Unterzahlspiel funktioniert. So viel lässt sich nach vier Spieltagen beim EC Peiting festhalten. „Das ist derzeit bärenstark“, lobte ECP-Coach Sicinski nach dem hart erkämpften 4:3 Sieg nach Verlängerung gegen den unbequemen Höchstadter EC. Nur einen Treffer mussten die Peitinger bisher in zwanzig Unterzahlsituationen schlucken. Einen besseren Wert im Penalty-Killing weist aktuell nur Spitzenreiter Selb aus. Dazu zeigte sich der ECP gegen Höchstadt geduldig und kampfstark. Nach einem 0:2-Rückstand drehte er die Partie, weil Verteidiger Daniel Holzmann zweimal traf und den Ausgleich vorbereite. In der Verlängerung sorgte Thomas Heger für das Happy-End, das ihnen zuvor in Bayreuth verwehrt geblieben war. Auch da musste der ECP eine Zusatzschicht einlegen, die jedoch bei der 4:5-Niederlage nach Penaltyschießen ohne Zusatzertrag blieb. „Ich weiß nicht, ob ich sauer oder zufrieden sein soll“, so Sicinski. RH
Bad Tölz: Ein Kantersieg, von dem Axel Kammerer gar nichts wissen möchte. Mit 12:4 schlugen seine Tölzer Löwen am Sonntag die Stuttgart Rebels, das gepachtete Oberliga-Schlusslicht der beiden Vorsaisons. Heuer kommen die Schwaben besser aus den Startlöchern, auch wenn sie mit sehr wechselhaften Ergebnissen aufwarten: 0:11 gegen Peiting, Overtime-Sieg gegen Mit-Favorit Memmingen, 8:0-Packung gegen Füssen. Tölz, das am Freitag spielfrei hatte, war mit zwei Niederlagen gestartet.
Doch das Spiel gegen Stuttgart war so deutlich nicht. „Eine starke Mannschaft, gut im Offensivdrittel, gut im Powerplay“, meint Kammerer. 2:3-Rückstand nach 30 Minuten, weil die Löwen zu leichte Gegentore zuließen, zu viele Strafen nahmen. Doch eine Spieldauerstrafe gegen Jayden Lammel brachte ein fünfminütiges Powerplay für Tölz. „Das war der Knackpunkt, da haben wir drei Heisl gemacht“, sagt Kammerer. Bis zum Schluss wurden es sechs weitere. NIC