Florian Wirtz hat bei den Reds noch nicht sein Können gezeigt. © Davy/dpa
Istanbul/Liverpool – Nach der überraschenden Pleite des FC Liverpool in Istanbul gerät Florian Wirtz in der englischen Presse immer stärker in die Kritik. Beim 0:1 (0:1) im zweiten Gruppenspiel der Champions League bei Galatasaray offenbarten sich einmal mehr die Probleme des Hoffnungsträgers bei den neu formierten Reds.
„Im Moment denke ich nicht, dass die Balance im Team stimmt, und der offensichtlichste Fall ist Florian Wirtz“, richtete Ex-Profi Jamie Carragher in seiner Analyse bei CBS Sports den Fokus auf den 22-Jährigen: „Er ist einfach nicht auf der Höhe. Er ist ein junger Kerl, der in eine neue Liga kommt.“ Wirtz habe noch viel Zeit bei den Reds vor sich, aber „er muss jetzt aus der Mannschaft genommen werden“, forderte die Liverpool-Legende. Die BBC schrieb, der 22-Jährige müsse sich noch an das Tempo beim englischen Meister gewöhnen.
Tatsächlich wirkt Wirtz größtenteils noch wie ein Fremdkörper im System von Meistertrainer Arne Slot. Zu selten lässt er sein Können aufblitzen. Neun Pflichtspiele, eine Vorlage, kein Tor in nun fast 700 Minuten Spielzeit – die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Auch in Istanbul ließ er die Magie, die Liverpool bis zu 150 Millionen Euro wert war, vermissen.
„Die Eingewöhnungsphase dauert frustrierender Weise noch an“, schrieb das Liverpool Echo treffend. Slot müsse schnell herausfinden, wie er Wirtz am besten einsetzen könne. Bislang ließ er ihn zumeist auf dem linken Flügel auflaufen, in Istanbul spielte er im zentralen Dreiermittelfeld mit Curtis Jones und Ryan Gravenberch. Befreit wirkte er auch dort nicht.SID