Foul an Niederlechner, doch kein Elfer für 1860. © sampics
München – Unvermögen und Pech prägen derzeit die Auftritte des TSV 1860. Dass die sportlichen Leistungen der Löwen nicht überzeugen, will niemand leugnen. Doch hinzu kamen zuletzt reihenweise Fehlentscheidungen gegen 1860, die den Weg aus der Krise nicht einfacher machen.
Rückblick auf das 2:2 gegen Köln: Zunächst bekamen die Löwen einen strittigen Handelfmeter gegen sich gepfiffen, anschließend kam Kölns Lars Dietz nach dem unabsichtlichen, aber brutalen Tritt gegen Kevin Volland mit Gelb davon. Und als Florian Niederlechner in der 57. Minute im Strafraum gefoult wurde, blieb die Pfeife von Referee Lukas Benen stumm. Volland, dem vier Tage zuvor sein reguläres Führungstor in Aue aberkannt wurde, sprach Klartext: „Mich stört die Elfmeterszene mit Flo. Er spitzelt den Ball weg und bekommt voll einen auf den Schlappen. Ein klarer Elfmeter, es steht 2:2, so etwas nervt mich extrem.“ Laut Babak Rafati, Ex-Schiedsrichter, der für das Portal „liga3-online.de“ die Szenen der 3. Liga analysiert, wurden die Löwen in dieser Saison sechsmal krass benachteiligt – nach neun Spieltagen.
Die Fans der Löwen müssen sich neben zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen gegen ihr Team auch mit Terminverschiebungen herumschlagen. Das für kommende Woche Donnerstag, 9. Oktober, angesetzte Testspiel bei Regionalligist FK Pirmasens wurde auf Sommer 2026 verschoben. „Die Sechziger haben uns gebeten, das Spiel zu verlegen. Sie wollen einen neuen Trainer präsentieren, der die ganze Woche mit der Mannschaft arbeiten will“, erklärte FKP-Präsident Jürgend Kölsch der „Rheinpfalz“. Das Freundschaftsspiel in Amberg am Dienstag (18 Uhr), 7. Oktober, findet regulär statt.MBU