Augsburg – Oliver Kahn wandte sich von der Kamera ab, ließ den Blick durch das Stadion des FC Augsburg schweifen und sandte „sonnige Grüße“ in die Fußballwelt. Doch anders als bei der Arbeitsveranstaltung des „Titans“ unter der Woche in der WWK Arena ist die Lage für Augsburg-Trainer Sandro Wagner alles andere als heiter: Drei Monate nach seinem Amtsantritt brauen sich dunkle Wolken über dem jungen Coach zusammen, Wagner braucht unbedingt einen Lichtblick. Sonst wird es stürmisch!
Nach vier Pleiten in Serie steht der 37-Jährige gehörig unter Druck. „Das ist doch ganz normal, wenn man Fußballspiele nicht gewinnt, dass es dann etwas negativer wird in der Berichterstattung“, beschwichtigte Wagner vor dem Duell mit dem VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr/Sky) und betonte: „Ich bin keiner, der sich versteckt. Ich möchte mich der Situation stellen.“ Nur wie? Für ihn sei klar, „dass wir hier gemeinsam etwas auf die Beine stellen wollen.“ Das brauche Zeit.
Aber: Bekommt Wagner diese Zeit auch bei einer weiteren Niederlage? Sportdirektor Benjamin Weber hatte ihm in der aufkeimenden Trainer-Frage den Rücken gestärkt. „Wir haben gemeinsam einen Weg begonnen“, sagte der 42-Jährige, „und den gehen wir auch weiter.“ Um den Negativlauf zu stoppen, der den FCA auf den Relegationsplatz hat abstürzen lassen, setzt Wagner auf personelle Konsequenzen: „Es wird auf jeden Fall Änderungen geben in der Startelf.“ DPA