Wirtz: Jetzt kriselt auch sein Team

von Redaktion

Plötzlich läuft es beim FC Liverpool nicht mehr: 1:2 bei Chelsea

London – Die besten Wünsche von Mama Karin und Papa Hans gingen Florian Wirtz „ans Herz“, doch die Liebe der Liverpool-Fans hat der Hochtalentierte auch im zehnten Anlauf nicht erobert. Stattdessen kassierten Joker Wirtz und die Reds mit dem bitteren 1:2 (0:1) beim FC Chelsea die dritte Pflichtspielniederlage nacheinander und schlitterten in eine „Mini-Krise“ (The Sun).

Eines der Gesichter dieser schwierigen Phase ist Wirtz. Dabei hatte sogar der Sender Sky Sports alles versucht, den 22-Jährigen aufzumuntern. In einem rührenden Filmchen, das vor dem Spiel ausgestrahlt wurde, kamen neben seinem Kindergarten-Kumpel Ole Verhall auch sein Jugendtrainer und seine Eltern zu Wort. „Das ist schön zu hören“, sagte Wirtz berührt, als er vernahm, dass sich seine Mutter Sorgen machte, dass er auf der Insel auch alles und jeden gut verstehe. Sein Vater wünschte sich unter anderem, „dass er gut arbeitet dort“.

Das tat Wirtz auch am Samstag – und beinahe hätte er dem Spiel eine andere Wendung gegeben. Direkt nach seiner Einwechslung (46.) legte er genial für Superstar Mo Salah auf, doch der Ägypter vergab. Der Mirror lobte den „frechen, fast ballettartigen Pass“ von Wirtz; das „wunderschöne“ Zuspiel, meinte das Liverpool Echo, hätte es verdient gehabt, zur Torvorlage zu werden.

Nach dem Rückstand durch Moisés Caicedo (14.) glich Liverpool durch Cody Gapko (63.) später trotzdem aus. Doch Chelseas Jungstar Estêvão (90.+5) stürzte die Reds von der Tabellenspitze. Trainer Are Slot machte für die in seiner Ära beispiellose Negativserie „kleine Details“ verantwortlich.

Wirtz erfährt von ihm wie von der berüchtigten Presse weiter Milde. Sicher, schrieb die BBC, der Deutsche habe sich „erneut am Rande des Geschehens“ bewegt, aber „ein paar nette Aktionen“ gehabt. Es scheine, „als würde er sich fast zu sehr anstrengen – so albern das klingen mag“, schrieb die Daily Mail. Wirtz lasse sich oft fallen und spiele Pässe, „die einfach nicht passen“.

Viel schlimmer sei es bei Salah, der „kein Scheunentor“ mehr treffe. Slot verwies auf den Umbruch im Kader und die wenige Trainingszeit. Da helfen auch die besten Wünsche der Familie Wirtz nichts.SID

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