Jetzt bloß keine Erkältung: Aleksandar Pavlovic beim DFB-Training. © dpa/Federico Gambarini
Herzogenaurach – 12, 13 Grad – das ist wahrlich nicht sibirisch. Doch Aleksandar Pavlovic entschied sich beim Nationalmannschafts-Training am Dienstag für eine Kopfbedeckung. Der junge Mann mit der Mütze. „Gestern ohne, das war ein Fehler“, sagte er, „heute mit war‘s angenehm.“ Es soll nicht wieder passieren, was dem 21-Jährigen vom FC Bayern schon widerfahren ist: Dass er angereist war – und ohne Einsatz wieder nach Hause musste, weil er krank wurde.
Er ist eines der Versprechen des deutschen Fußballs – bislang aber ein noch uneingelöstes. Seit seinem Debüt für Deutschlands A-Team hätte er 18 weitere Länderspiele folgen lassen können, doch es wurden nur fünf. Bundestrainer Julian Nagelsmann ist einige Male schon leicht verzweifelt an der Anfälligkeit des Mittelfeldspielers, der in seinem ganzen Habitus ja eigentlich körperliche Robustheit ausstrahlt. Die Geschichte von Aleksandar Pavlovic ist die von Rückschlägen zur Unzeit.
Er selber will aber nicht mehr hören, dass „immer wieder“ was dazwischenkomme. Er tippe mit dem Finger auf seine linke Wange. Bruch der Augenhöhle – zuletzt bremste ihn eine Verletzung aus einem klassischen Zusammenprall. „Das mit den Mandeln ist ewig her. Es nervt mich, dass es wieder hervorgeholt wird, obwohl‘s mir gut geht.“ Nun, die Mandelentzündung kostete ihn die EM 2024, außerdem bremsten ihn ein Schlüsselbeinbruch (Herbst 2024) und Pfeiffersches Drüsenfieber (Frühjahr 2025) aus. „Ich schaue nicht zurück und tue alles, dass ich verletzungsfrei bleibe“, gibt der Münchner sich entschlossen.GÜK