Auf Flensburgs Star-Rückraumspieler Simon Pytlick wird es im Derby ankommen. © von Fehrn/Imago
Flensburg/Kiel – Flensburg gegen Kiel, die SG gegen den THW, der Zweite der Handball-Bundesliga empfängt den Spitzenreiter – das 113. Schleswig-Holstein-Derby hat alles, was ein Spitzenspiel braucht und die Fans begeistert. Im „Handball-Clásico“ am Samstag (15.40 Uhr/live bei Dyn und in der ARD) geht es um nicht weniger als die Vorherrschaft im nördlichsten Bundesland und um die Tabellenspitze.
„Ein Derby zwischen der SG und dem THW hat ohnehin immer eine ganz besondere Bedeutung – für die Spieler, die Fans und die gesamte Region“, sagte SG-Geschäftsführer Holger Glandorf und ergänzte: „Natürlich ist es etwas Besonderes, wenn zusätzlich auch die Tabellenführung auf dem Spiel steht.“ Für Viktor Szilagyi, den Geschäftsführer des THW Kiel, steht ohnehin fest: „Mehr Würze als das Derby an sich geht nicht.“
Der Rekordmeister aus Kiel geht mit 13:1 Punkten als Tabellenführer in das Landesduell mit den zweitplatzierten Flensburgern, die ebenfalls noch ungeschlagen sind und bislang 12:2 Zähler gesammelt haben. Szilagyi: „Die Saison ist noch jung, unsere Tabellenführung eine schöne Momentaufnahme. Aber der Tabellenstand und alles, was vorher war, ist in diesem besonderen Spiel stets egal.“
Auch Glandorf misst dem aktuellen Tabellenbild nicht allzu viel Bedeutung bei: „Die Mannschaft hat sich gut entwickelt, zeigt Stabilität und eine tolle Mentalität. Natürlich gibt es immer Dinge, die wir verbessern wollen, aber der Weg stimmt.“
Flensburg würde mit einem Sieg an die Spitze springen – und geht mit Rückenwind ins Derby, denn: Von den vergangenen sechs Spielen verlor die SG nur eines. Zuletzt siegte Flensburg sogar viermal hintereinander.DPA