Der Maskenmann: Gordon Herbert dirigierte schwer angeschlagen seine Bayern. © IMAGO
München – Er hatte eigentlich so wunderbar emotional begonnen, dieser Basketball-Abend im SAP-Garden. Weil neben Kaunas-Ass Maodo Lo auch EM-Trainerentdeckung Alan Ibrahimagic vorbeischaute, ließ der FC Bayern noch einmal die Europameister von Riga hochleben. Doch damit hatten sich die Spaßmomente auch schon erschöpft aus Münchner Sicht. Am Ende des Abends stand ein ernüchterndes 70;98 (33:45) gegen Zalgiris Kaunas. Der erste herbe Rückschlag für den, diesmal enttäuschenden Deutschen Meister.
Wobei es das Team des schwer angeschlagenen, mit Maske auftretenden Trainers Gordon Herbert aber auch mit einem Ensemble zu tun hatte, das ganz genau wusste, wie diesen Bayern beizukommen war. Zalgiris machte mit giftiger Defensive den Münchner Impulsgebern das Leben schwer. Auch Andi Obst (15 Punkte) hatte zumeist zwei Gegner an den Fersen sobald er sich dem gegnerischen Korn näherte. Früh deutete sich an, dass die bislang ganz gut funktionierende Bayern-Offensive einem Minusrekord zusteuerte.
Erst spät konnten sich die Bayern zumindest ein bisschen aus dem Zugriff befreien – Oscar da Silva schenkte dem Garden mit zwei Dunks immerhin kleine Highlights. Doch viel mehr war nicht drin. Vor allem weil die Münchner gegen Sylvain Francisci nie ein wirkliches Mittel fanden. Der frühere Bayer (Doublesieger 2024) war mit 19 Punkten und sieben Assists der überragende Akteur des Abends. RP