Die Idee stammt von Ernst Tanner, dem bekannten deutschen Talente-Entwickler (ehemals 1860 München), der mittlerweile in der Major League Soccer bei Philadelphia Union sesshaft geworden ist: Julian Nagelsmann solle bei der WM in den USA doch Thomas Müller als Co-Trainer engagieren. Zumindest oberflächlich beschäftigte sich der Bundestrainer mit diesem Gedanken. „Thomas ist sicher ein Kandidat, der solch ein Amt ausüben könnte. Er hat sogar das Zeug zum Cheftrainer.“ Doch ein ernsthaftes Thema ist es nicht, den Fußballerklärer in den DFB-Stab aufzunehmen. Schon aus terminlichen Gründen. Nagelsmann: „Der Vertrag von Thomas bei Vancouver läuft bis Winter 2026. Um den 28. Juni fangen sie mit dem Training an, sein Trainer würde nicht begeistert sein, wenn er drei Wochen später kommt.“ Das hieße: Deutschland stünde im Endspiel… Aber im Ernst. „Ich glaube“, so Nagelsmann, „er will über die WM hinaus Spieler sein und wird diesen Sommer kein Amt als Co-Trainer bei mir oder einem anderen wahrnehmen.“ Und das bestätigte sich schon am Freitag: Da vermeldete die Deutsche Telekom, dass sie Thomas Müller als Experte für die WM 2006 verpflichtet hat. Magenta TV überträgt alle 104 Spiele, Müller wird reichlich Erklär- und Redezeit bekommen.GÜK