DFB im Image-Plus

von Redaktion

Lob und Kritik in der „Wir sind Fußball“-Studie

Aufwärtstrend: DFB-Boss Neuendorf. © dpa/Arne Dedert

München/Ansbach – Vor seinem Verbandstag am heutigen Freitag ist das eine gute Nachricht für den DFB: Sein Image hat sich in den vergangenen beiden Jahren in einigen Punkten verbessert. Das ist das Ergebnis der Studie „Wir sind Fußball“ der Hochschule Ansbach. Seit 2023 werden 100 Persönlichkeiten, die mit dem Fußball zu tun haben (aktuelle und ehemalige Spieler, Medienschaffende, Vertreter aus Wirtschaft, Politik und der Amateurszene) jährlich befragt, wie sie den Deutschen Fußball-Bund sehen.

Die wichtigsten Resultate, die die Studienleiter Professorin Jana Wiske und Tim Frohwein (Münchner Fußballforscher) ermittelt haben: 37 Prozent bringen den Verband in Verbindung mit sportlichem Erfolg – 2023 waren es nur acht Prozent. Mit Nachwuchsförderung verbinden den DFB 39 Prozent (vor zwei Jahren noch 24 Prozent), mit Fairplay 42 Prozent (vormals 26 Prozent). Der oft gescholtene DFB, der zehn Jahre lang Skandale produzierte, hat sein Image verbessern können, es ist nicht schlechter als das der anderen großen Sportorganisationen DFL und DOSB.

Kritikpunkte gibt es dennoch: Zwar wirkt der DFB 2025 wesentlich näher an den Fans als auf dem Tiefpunkt 2023 (damals: zwei Prozent), doch die aktuell 17 Prozent liegen unter den 22 Prozent aus dem EM-Jahr. Und: Dass Präsident Bernd Neuendorf per Akklamation Saudi-Arabien als WM-Gastgeber 2034 ein deutsches Ja spendete, kam nicht gut an. Nur 13 Prozent sind mit dem Abstimmungsverhalten einverstanden, 64 Prozent halten es für falsch. Wo der DFB laut Stimmungsbild unter den an der Studie Teilnehmenden noch zulegen sollte: bei Transparenz (66 Prozent) und Nähe zum Amateurfußball (60 Prozent). Von 63 Prozent wird der DFB vor allem als „Interessensvertretung des Leistungsfußballs“ wahrgenommen. Forscher Frohwein: „Ein Widerspruch, mit dem man sich beim Verband beschäftigen sollte.“ GÜK

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