Unter Beobachtung: Leroy Sané. © IMAGO
Wolfsburg – Die früheren Fußball-Nationalspieler Lothar Matthäus und Matthias Sammer haben Bundestrainer Julian Nagelsmann für dessen Umgang mit der Personalie Leroy Sané kritisiert. „Ich hätte Sané nie außen vor gelassen“, schrieb Rekordnationalspieler Matthäus in seiner Sky-Kolumne. Sammer betonte in der Sky-Sendung „Sammer & Basile – der Hagedorn-Talk“ (Ausstrahlung am Dienstag, 21.00 Uhr): „Meine Erfahrungen sind, Individualisten brauchen Liebe, brauchen so viel Liebe, dass es knallt.“
Diese Liebe habe Nagelsmann Rückkehrer Sané entzogen, als er ihn am Montag in Wolfsburg mit mahnenden Worten in die Pflicht nahm. „Du brauchst nicht der Öffentlichkeit erklären zu wollen, dass es möglicherweise die letzte Chance ist.“ Auf eine ähnliche Ebene hob es Matthäus. „Als Trainer muss ich dem Spieler das Vertrauen geben“, schrieb er: „Nur weil man in die Türkei wechselt, ist man doch kein schlechterer Spieler. Sané musste sich in Istanbul erst einmal eingewöhnen, wie auch Florian Wirtz in Liverpool. Warum sollte man einem Wirtz Zeit geben und einem Sané nicht?“
Matthäus bekannte aber, dass Sané weiterhin schwankende Leistungen zeige. SID