Der Starversteher: Michal Winiarski. © Brandt/dpa
Frankfurt – Er schien so etwas wie die Idealbesetzung zu sein für die deutschen Volleyballer, doch nun ist auch die Ära Michal Winiarski als Bundestrainer beendet. Der Pole erklärte seinen Rückzug. „!Ich habe zuletzt gemerkt, dass meine Familie mehr Zeit und Präsenz von mir braucht. Hinzu kamen kleinere gesundheitliche Probleme “, sagte der 42-Jährige, „. das alles hat mir gezeigt, dass es nun an der Zeit ist, eine Pause einzulegen.“ Auch Winiarski betreute die DVV-Männer bekanntlich nur im Nebenberuf. In der Hauptsache ist der einstige Ausnahmespieler Trainer des polnischen Topclubs Aluron CMC Warta Zawiercie.
Für den deutschen Verband ist die Entscheidung ein schwerer Schlag. Immerhin hatte Winiarski das Team um Altstar Georg Grozer bis zu den Olympischen Spielen geführt, wo man in einem begeisternden Viertelfinale gegen Gastgeber und Champion Frankreich mit 2:3 den Kürzeren zog.
Manager Christian Dünnes, der seit Kurzem die offizielle Job-Bezeichnung Chef-Bundestrainer trägt, hatte dementsprechend auch nur gute Worte für den scheidenden Coach. „Michal hat in den vergangenen Jahren einen großartigen Job gemacht. Er hat die Mannschaft sportlich und menschlich enorm weitergebracht und sie auf ein neues Level gebracht“, sagte der frühere Unterhachinger.
Der DVV will in den nächsten Wochen Gespräche mit einem Kreis von „fünf bis sechs“ Kandidaten führen und einen Nachfolger küren. RP