„Keine Struktur“

von Redaktion

Mütter im Sport? Gesa Krause kritisiert

Gesa Krause © Chai/Imago

München – Die Top-Leichtathletin Gesa Felicitas Krause und die ehemalige Biathletin Denise Herrmann-Wick sehen bei der Vereinbarkeit von Spitzensport und Mutterschaft noch einigen Nachholbedarf. „Von Verbandsseite gibt es dafür eigentlich gar keine Strukturen. Es gibt Trainingslager, die als Maßnahme geplant werden und dann werde ich quasi dort mit eingeplant und bekomme auch eine finanzielle Unterstützung für mich als Athletin. Aber alles, was meine Familie, mein Kind, meine Trainingsplanung und das ganze Drumherum betrifft, das ist eigentlich meine Aufgabe“, sagte Krause im BR-Podcast „Pizza&Pommes“. Das sei aus ihrer Sicht, „die größte Hürde, die man als Mutter im Leistungssport bewältigen muss. Das ist nicht das Training an sich.“

Auch Herrmann-Wick, die 2023 ihre Karriere beendet hatte, skizzierte gewisse Probleme. „Ich glaub, dass das Thema schon sehr fremd war noch vor ein paar Jahren. Da hat ja wahrscheinlich auch jeder so ein bisschen Berührungsängste. Es ist ja auch eine männlich geprägte Landschaft. Ich glaube, da fehlt so ein bisschen die Grundroutine. In anderen Ländern lief das ja schon von Grund auf viel besser“, sagte die 36-Jährige.

Spitzenläuferin Krause (33) war 2023 Mutter einer Tochter geworden. 2024 war sie dann bei Olympia in Paris an den Start gegangen und plant am 7. Dezember ihre Marathon-Premiere. Olympiasiegerin und Weltmeisterin Herrmann-Wick war 2024 Mutter einer Tochter geworden.DPA

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