21 Punkte reichten nicht: Andi Obst. © Stickel
Dubai – Der Stich ins Bayern-Herz kam in letzter Sekunde. Genauer gesagt: Gut drei Sekunden vor Schluss. Als Dubais Wirbelwind Mckinley Wright den Ball ein letztes Mal in Richtung Münchner Korb schubste. Fast hämisch flutschte die Kugel durch die Reuse. Und das war ein Schlag, den die Bayern nicht mehr kontern konnten. Ein 88:89 stand am Ende auf der Anzeigetafel. Die sechste Niederlage in Serie für die Münchner in der Königsklasse. Die großen Ziele rutschen immer weiter außer Reichweite.
Und was bleibt hängen von der nächsten Station einer fürchterlichen Auswärtsserie: Wahrscheinlich, dass es lange gut ausgesehen hatte in der Halle, die in dieser Saison noch kein Euroleague-Club hatte stürmen können. Die Bayern, die eigens zwei Tage vor dem Start unter den Riesenturm Burj Khalifa gereist waren, spielten giftig. Und die Bayern hatten vielleicht nicht die Kontrolle, die Trainer Gordon Herbert gerne gesehen hätte, aber immerhin offensive Lösungen.
Zunächst über Oscar da Silva (10 Punkte) , dann viel über Spielmacher-Center-Funkturm Johannes Voigtmann (15) und ganz besonders über Andi Obst (21), der seinen Bayern Mitte der zweiten Halbzeit zwischenzeitlich sogar eine 12-Punkte-Führung einwarf. Doch auch das war nicht genug um die schwarze Euroleague-Serie zu beenden. Weil man die kämpferischen Euroleague-Neulinge im Schlussspurt vom Haken ließ.
Folgenschwer die Schlusssekunden, in denen die Bayern die Uhr herunterspielen wollten. Bis ausgerechnet Routinier Stefan Jovic bei einer hauchzarten 88:87-Führung nicht entschlossen genug zupackte und sich den Ball stibitzen ließ. Die Schiedsrichter überprüften die Szene, doch der Ball ging an Dubai und es war Wright, der diesen 15. Münchner Ballverlust bitter bestrafte.
Und die Münchner mit trüben Gedanken auf die Heimreise schickte. RP