Reds-Fans feiern Salah

von Redaktion

Letzter Auftritt für Liverpool?

Berlin – Auf seiner emotionalen Ehrenrunde blickte Mohamed Salah mit feuchten Augen durch das Anfield und klopfte sich auf das Vereinswappen auf seiner Brust. Sichtlich gerührt registrierte der zuletzt so gescholtene Star des FC Liverpool, wie ihn Tausende Fans mit Gesängen würdigten. Dieser Moment gehörte ihm – und ließ zugleich Raum für Interpretationen. Manch ein Beobachter wähnte einen Abschied für immer.

Auf dem Rasen hatte der Ägypter zuvor seine Klasse aufblitzen lassen. Nach seiner zwischenzeitlichen Ausbootung in Folge eines brisanten Interviews war er am Samstag beim 2:0 (1:0) gegen Brighton and Hove Albion auf den Platz zurückgekehrt. Salah bereitete in der zweiten Halbzeit das 2:0 des Ex-Frankfurters Hugo Ekitiké per Ecke vor (60.).

Es war ein Assist für die Geschichtsbücher. Der Offensivstar, im Sommer 2017 von Jürgen Klopp verpflichtet, hat nun die meisten Torbeteiligungen in der englischen Topliga für einen Klub. Salah kann 277 Torbeteiligungen für die Reds vorweisen. Zuvor hatte er sich den Rekord mit Wayne Rooney (Manchester United) geteilt. Reden wollte Salah im Anschluss nicht (schon wieder) – weder über seine Leistung, noch über seine Zukunft.

Liverpools Teammanager Arne Slot dagegen bezog Stellung. „Taten sprechen in dem Fall lauter als Worte“, sagte der Niederländer: „Er hat so gespielt, wie es sich wohl jeder Fan, mich eingeschlossen, heute von ihm gewünscht hat.“ Und überhaupt: Zwischen ihm und Salah gebe es „keine Probleme zu lösen“. Wirklich?

Nun ist Salah erst einmal wieder weg, in gegenseitigem Einvernehmen wohlgemerkt. Der Nationalspieler, der erst im April einen neuen hochdotierten Zweijahresvertrag unterschrieben hatte, reist zum Afrika-Cup. Die Dauer seiner Abwesenheit hängt letztlich davon ab, wie weit Ägypten beim Turnier in Marokko kommt. Das Finale findet am 18. Januar statt.

Womöglich kehrt Salah gar nicht mehr zurück. Dass Salahs Familie beim Spiel gegen Brighton im Stadion war, wurde als Indiz für einen Abschied der Klubikone, die schon länger mit einem Wechsel nach Saudi-Arabien in Verbindung gebracht wird, gewertet.SID

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